Zwangspause :-(

In der Vorbereitung auf den Berlin-Marathon konnte ich mich gut an meine eigenen Trainingsvorgaben halten.
Die längeren Läufe gestalteten sich, wenn auch weiter anstrengend, zunehmend besser
und auch die etwas flotteren Läufe liefen sich etwas geschmeidiger.
Es war also alles im Plan.
So sollte der kurze ruhige Lauf am Wochenanfang auch nur fröhlich auf die mit einigen, wie die Bayern sagen,Schmankerln bevorstehende Trainingswoche einstimmen. Das nach zwei Kilometern ein Gewitter mit Starkregen über uns hereinbrach sei nur am Rande erwähnt. Viel bedenklicher war, dass nach gut drei Kilometern es unterhalb der rechten Wade anfing zu zwicken. Da wir eh vorhatten kurz zu laufen, das Wetter auch
recht heftig war, zogen wir es vor, nach fünf Kilometern wieder zurück in die Firma zu laufen, wo die warme Dusche schon auf uns wartete. Im Verlauf des Abends und am nächsten Tag ließen die „Beschwerden“ an der Wade/Achillessehne spürbar nach.
So konnte ich dann auch mein Versprechen wahr machen, meinen Laufkumpel Karl, auf seinen ersten 20-iger nach Verletzung, zu begleiten. Schließlich ist er auch für Berlin gemeldet und soll dort auch ins Ziel kommen.
Wir liefen entsprechend moderat los und trotzdem machte sich schon nach gut zwei Kilometern der Wadenansatz wieder bemerkbar 😦 .
Da es aber nicht schlimmer wurde und es bei einem ertragbaren Permanent -Schmerz blieb, liefen wir im ruhigen 6-Tempo weiter.
Nach 19 Kilometern waren wir dann am Ausgangspunkt zurück, wobei ich sagen muss, dass die letzten 4-5 Kilometer dann nicht mehr ganz so angenehm waren 😦 .
Zuhause angekommen wurde die Wade erst einmal ordentlich gekühlt und für den Rest des Tages auch relativ ruhig gestellt. Die Hoffnung, dass des am nächsten Tag wieder spürbar besser sein würde hat sich leider nicht erfüllt. Eher das Gegenteil war der Fall.
Treppensteigen, besonders runter, war nur sehr schlecht möglich und dabei war ich den Marathon doch noch gar nicht gelaufen.
Obwohl es müßig ist, sich darüber Gedanken zu machen, überlegt man doch, wie es dazu kommen konnte. Nach einen der längeren Läufe hätte ich es ja noch verstanden, dass es zwickt, aber nach nur drei Kilometern war es schon etwas seltsam.
Die einzig logische Erklärung war, dass vlt. doch ein kleiner Blitzschlag bei dem Gewitter, mir direkt in die Wade gefahren ist 😉 .
Nun galt es abzuwegen, was zu tun ist. Abwarten und Tee trinken oder wie auch Freunde geraten haben, keine Zeit zu verlieren und zum Arzt zu gehen. So entschied ich mich für Letzteres und wurde, nachdem mich der Hausarzt direkt weitergeleitet hat, beim Orthopäden vorstellig. Leider nicht bei dem jungen sympathischen Arzt, der mich wegen der Schulter behandelt hatte, weil der natürlich nichts besseres zu tun hatte, als irgendwo am Strand zu liegen, wenn er gebraucht wurde 😉 .
Ein Ersatz war aber auch schnell gefunden und ich musste all meinen Charme bei der Assistentin aufbieten, um noch einen Termin am gleichen Tag zu bekommen 🙂 .
Nach gründlicher (Ultraschall-) Untersuchung kam die gute Nachricht, dass die Sehne nicht beschädigt war, sondern es sich „nur“ eine sehr heftige Prellung handelte. Wie zum Teufel hatte ich mir eine Prellung beigebracht ???
Der Doc meinte, wenn ich jetzt mal zwei Wochen (mindestens) das Bein ruhig stelle, kühle und mit Bandagen versehe, wäre ich danach wieder fit für neue Taten. Das ich mich gerade in der Marathonvorbereitung befinde und eigentlich trainieren sollte, quittierte er mit einem Lächeln und rat mir, wenn ich nicht länger etwas davon habe wollte, zu den o. g. Maßnahmen.
Verdammter Mist! Aber was hilfst es den Kopf in den Sand zu stecken.
Dann werde ich jetzt einfach etwas mehr radfahren und schwimmen, was in in Anbetracht des bevorstehenden Fuschlsee-Crossing, ja auch nicht schlecht wäre.
Es ist natürlich schade, dass ich mich von meinem Zeitziel verabschieden kann, aber ich hoffe einfach mal darauf, dass ich in Berlin überhaupt an den Start gehen kann.
Marathon mit Sightseeing-Charakter wäre auch einmal eine neue Erfahrung ;-).

Eine Anekdote zum Schluss um zu sehen wie klein die Welt ist.
Bei der Untersuchung bewunderte der Orthopäde meine lange Narbe am Knie und fragte wo ich denn das Kreuzband habe operieren lassen.
Als ich ihm sagte das es vor 30 Jahren in der Medizinischen Hochschule Hannover beim Professor Tscherne war und ich bis heute sehr zufrieden mit dem Ereignis bin, musste er laut lachen, denn nach weiteren Details stellte sich heraus, dass er bei der OP dem Prof. damals assistiert haben muss 🙂 .

Ein neuer See muss her !

Eigentlich war ich mit meinem bevorzugten See, den Feringasee https://de.wikipedia.org/wiki/Feringasee
im Nord-Osten von München sehr zufrieden.

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Jetzt allerdings gar nicht mehr 😦 .
Aber von Anfang an.
Motiviert durch die warmen Temperaturen und des Ende August bevorstehenden Fuschlsee-Crossing, bin ich am frühen Nachmittag, Gleitzeit sei Dank 😉 , an den See gefahren, um endlich mal wieder etwas zu schwimmen.
Aufgrund der hohen Luft- und auch angenehmen Wassertemperaturen natürlich ohne Neo.
Der Plan war ans gegenüberliegende Ufer zu schwimmen (ca. 500m) und natürlich wieder zurück.
Es dauert bei mir immer ein wenig, bis ich mich im Wasser wohl fühle, aber schon auf dem Rückweg war klar, dass es nicht bei der einen Runde bleiben würde, sondern es gern noch einmal das Gleiche sein darf.
Kurz vor Ende der 2.000 m hatte ich überlegt, wie cool es wäre, einmal wieder im Freiwasser und ohne Neo eine 3 vorn stehen zu haben. Gedacht, getan und irgendwie bin ich dann im Flow geschwommen.
Etwas, was mir z. B. beim Laufen sehr, sehr selten passiert. Beim Radfahren hingegen bin ich ganz froh, wenn mir das nicht passiert, denn da bin ich dann doch lieber aufmerksam 😉 .
Also stieg ich nach 3,2 Km aus dem Wasser und war äußerst zufrieden und wohlgelaunt 🙂 .
Außerdem war ich sehr froh, dass ich diesmal, wie insgesamt in diesem Sommer, von den komischen Wasserflöhen verschont wurde.

Das war, wie sich am nächsten Morgen herausstellte, ein echter Trugschluss.
Mindestens zwanzig! Stellen hatte ich am gesamten Körper. Einige davon bis zu einer Größe von 20 Cent-Münzen 😦 .
Nun informierte ich mich erst einmal, was das überhaupt für Tierchen waren, die diese Einstiche verursachten und was es damit auf sich hatte.
Es handelt es sich hierbei um Zerkarien, die man in Larvenform im Entwicklungszyklus bestimmter Parasiten der Saugwürmer bezeichnet (Quelle Wikipedia). Diese Zerkarien befallen hauptsächlich Wassertiere und dringen dort bis in die Innereien vor.
Um eines mal klarzustellen liebe Zerkarien, ich bin vieles aber ganz sicher kein Wassertier !!!
Aber die „gute“ Nachricht ist, dass die Zerkarien-Dermatitis eine harmlos verlaufende Infestation für den Menschen ist, d. h. der Befall von Menschen geschieht irrtümlich; sie sind aus Sicht der Wurmlarven ein sogenannter Fehlwirt.
Na herzlichen Glückwunsch, die Viecher irren sich und ich bin ein Fehlwirt !!!
Da können sie doch eigentlich gleich wegbleiben 😉 .

Wie dem auch sei und vorsorglich, dass sich vielleicht nicht doch eine der Larven bei mir wohlfühlt, habe ich einen anderen See gesucht und recht schnell gefunden. https://de.wikipedia.org/wiki/Heimstettener_See
Hier ist die Anreise mit 19 Km mit dem MTB ebenfalls ideal für mich. Auch wenn er nicht ganz so groß und auch das ganze Drumherum nicht ganz so schön ist wie am alten See, so reicht er für meine „gelegentlichen“ Freiwassereinheiten völlig aus. Und das wichtigste ist, dass er nach dem ersten Test larvenfrei zu sein scheint  🙂 .

Es ist schon seltsam. Da stellt man sich sonst was für Raubfische und ähnlich gefährliches vor, was im See so rumschwimmt und dabei sind es kleine Larven, die einen pisacken und den Spaß verderben 😉 .

Word Triathlon Hamburg

Es ist zwar urlaubsbedingt schon eine Weile her, aber ich möchte doch gern meine Eindrücke zum Word Triathlon hier festhalten.

Da ich noch sehr gute Erinnerungen an die Atmosphäre bei der Premiere des Ironman in Hamburg  im Vorjahr hatte und mir ein Freund sehr empfohlen hatte, habe ich mich, nachdem noch Startplätze wieder frei wurden, kurz entschlossen für die olympische Distanz (OD) beim Word Triathlon angemeldet.

Natürlich wäre ich für eine olympische Distanz nicht durch fast ganz Deutschland gefahren, aber da sowieso zu der Zeit ein Besuch in der alten Heimat anstand, passte es ganz gut, denn von Hannover nach Hamburg ist es dann auch nicht mehr weit.

Gesagt getan, das Rad im Auto verstaut und schon konnte es losgehen. Ich war schon sehr gespannt wie es gehen würde, denn so richtig viele Kilometer hatte ich noch nicht in den Beinen.
Ja, ich weiß, eine OD geht immer, aber trotzdem sollte man diese nicht unterschätzen, da man doch mit einer anderen Pace unterwegs ist als auf der Langdistanz.

Da ich sehr lange in Hamburg gearbeitet habe und die Schwimm- und Laufstrecke noch gut vom Vorjahr in Erinnerung hatte, war mir auf eine angenehme Weise alles recht vertraut.

Nachdem der Bike Check-in erst am Wettkampftag war, konnte ich den Samstag mit der Startunterlagen-Abholung und Besuch der Messe locker gestalten.

Außerdem hatte ich noch genügend Zeit mir das Rennen der Frauen-Elite anzusehen.
Es ist schon beeindruckend, wenn man ganz nah dran ist, zu sehen, mit welchen Geschwindigkeiten die Frauen auf dem Rad und zu Fuß unterwegs sind. Grenzwertig ist allerdings die fettfreie Körpermasse die ein Großteil der Teilnehmerinnen aufzuweisen hatte 😉 .
Leider war die Pastaparty in einer italienischen Restaurantkette nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Beim nächsten Mal dann eben wieder auf eigene Faust.

Nach eine ruhigen Nacht machte ich ich auf zur größten Wechselzone die es im Triathlonsport gibt.
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Und auch hier kamen sofort die Erinnerungen aus dem Vorjahr hoch und eines war sicher, so ein Missgeschick wie beim IM wird mir nicht noch einmal
passieren . (IM Hamburg)
Die Wechselzone war rasch eingerichtet, dass Rad aufgehängt, sodass noch genügend Zeit blieb, um in den Neo zu kommen 😉
Der Schwimmstart war äußerst angenehm, da hier im 10 Minuten Abstand jeweils 100 – 150 Teilnehmer in die Alster geschickt wurden.
Also kein Gedränge und Geschubse. Und trotzdem waren die ersten 500m wieder katastrophal. So ging es erstmal mit einem Wechsel von Brust- und Kraulschwimmen los. Auch wenn ich versucht habe, die Kraulphase immer etwas weiter auszudehnen, hatte ich mich innerlich von einer halbwegs vernünftigen Schwimmzeit verabschiedet. Umso erstaunter war ich, als ich nach 31 Minuten aus dem Wasser stieg, Mit einer Zeit also, die für mich absolut i. O. war.
Dann ging es fast bis zum Ende der langen Wechselzone ans Rad und ich brauchte ewig bis ich den Neo aushatte. So eng wie er war, hatte er sich auch noch an den Beinen richtig festgesogen 😦 . Beim Vergleich der Wechselzeiten in meiner AK lag der Schnitt so zwischen vier und fünf Minuten. Ich hingegen habe über neun !! Minuten gebraucht. Hier liegt also noch richtig Potential verborgen.
Auf der Radstrecke habe ich mich gut gefühlt und mir vorgenommen von Beginn an Druck zu machen. Im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten natürlich 😉 .
So war ich dann auch mit einer Radzeit von 1:10 Std. gut zufrieden. Da jetzt nur noch ein Schuhwechsel anstand, gab es auch keine größeren Zeitverluste mehr in der WZ2 😉 .

Die Laufstrecke führt größtenteils um die Alster und wie beim IM war die Stimmung auch hier wieder großartig.
Musste ich jetzt Tribut zollen, weil ich auf dem Rad über meine Verhältnisse gefahren bin ??
Nein, eigentlich lief es sich gut an und nachdem ich die lange Wechselzone ver-
lassen hatte, ging es dann mit viel Zuschauerunterstützung um die Alster herum.
Auch wenn am Ende ( nur) eine 52:12 Min für die 10 KM herauskam, konnte ich beim Laufen einige Plätze gutmachen. Ich hatte mich beim Wechsel ja ausgeruht 🙂 ,
sodass ich mit einem breiten Lächeln auf dem Rathausmarkt mit viel Beifall über die Ziellinie gelaufen bin.
Da ich mich unterwegs auf meiner Garmin verdrückt hatte, ich bin immer so aufgeregt, wenn die Uhr im Multisportsmodus ist 🙂 , habe ich im Ziel erst einmal nach der offiziellen Zeit geschaut.
Oben leuchtete dann ein 2:47:31 Std. auf und ich musste zweimal hinsehen, ob die Zeit auch zu meinem Namen passte 😉 .
Aber ja, ich war es wirklich. Vorgenommen hatte ich mir nach Möglichkeit knapp unter    3 Std. zu kommen, aber dass es so gut geklappt hat, hätte ich nicht erwartet.
Neben der doch noch für mich guten Schwimmzeit, hat das Radfahren schon besonders gut geklappt. wobei ich ehrlicherweise sagen würde, dass die Strecke vlt.
doch einen Kilometer zu kurz war 🙂 .

 

Fazit:: Für mich war Hamburg definitiv wieder eine Reise wert und der Word Tri eine durchweg gut organisierte Veranstaltung und wer es mag, mit einer tollen Unterstützung der Zuschauer.  Auch wenn es oben sehr noch Fokus auf die einzelnen Zeiten aussieht, so hat mir die OD sehr viel Spaß gemacht und besonders beim Zusammenspiel mit den Zuschauern kam viel Freude auf!

Am nächsten Tag den Hamburg-Besuch noch ein wenig am Elbstrand ausklingen lassen.
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