Ziellos = Planlos

Als ich seit langem einmal wieder auf meinen Blog geschaut habe, war ich schon erschrocken.
Ich habe seit  fast 5 ! Monaten keinen Bericht mehr geschrieben. 😦
Das gab es, selbst in meinen trainingsintensiven Phasen, ja die gab es wirklich 🙂 , noch nie. Allerdings gab es in letzter Zeit auch nicht groß etwas Sportliches zu berichten.

Nachdem mein Saisonhöhepunkt, der IM 70.3 in Kraichgau, wie erwartet abgesagt wurde, war auch sofort die Luft raus bei mir.
Ich hatte noch kurz überlegt, ob ich die von Ironman angebotenen Alternativen, wie z. B. Mallorca oder Nizza im Herbst diesen Jahres nutzen wollte, habe mich aber dann entschlossen, in Kraichgau, dann eben in 2021, an den Start zu gehen. Ich hatte mich ja nicht ohne Grund endlich dazu entschieden dieses Jahr dort zu starten, denn ich wollte diese Mitteldistanz unbedingt einmal machen, nachdem viele Freunde so davon geschwärmt haben.

Nachdem dann eine Veranstaltung nach der anderen abgesagt wurde und es ziemlich unwahrscheinlich ist, ob diese Jahr überhaupt ein Triathlonwettkampf stattfindet, fiel es mir sehr schwer mich für regelmäßigen Sport zu motivieren.
Ich fand und finde es selbstverständlich richtig, dass die Veranstaltungen abgesagt wurden und erst dann wieder stattfinden sollten, wenn ein entsprechendes Sicherheitskonzept besteht, bzw. kein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Sportler und die Zuschauer besteht.
Aber ich befand mich trotzdem in einem Dilemma. Ich bin nun mal kein Sportler der die drei Sportarten hauptsächlich betreibt, weil es gesund ist und man sich grundsätzlich bewegen sollte.      
Ein Beispiel dazu: In den Jahren der Langdistanzvorbereitung bin ich im Monat Mai immer so um die 1.000 Km Rad gefahren. Im Mai 2020 waren es knapp 100 Km !! Ja, das Wetter war in Bayern sehr feucht, aber das ist nicht mehr als eine Ausrede 😉 .
Dafür bin ich im Mai und Juni etwas mehr gelaufen, denn bei dem vielen Regen hätte
das Radfahren und Freiwasserschwimmen mir auch nicht so viel Spaß gemacht.
Allerdings machte sich das Knie bei jedem Lauf spürbar bemerkbar, aber noch im Rahmen und aushaltbar.
Bis zum Lauf Ende Juni. Ich war mit meinem Freund Karl zu einem lockeren 13 Km Läufchen unterwegs und spürte bereits auf den letzten beiden Kilometern,
dass es diesmal doch etwas heftiger war. Als ich dann Zuhause angekommen war und ich, was ich noch nicht gemacht hatte, nach dem Lauf statt die Treppe den Fahrstuhl nach oben zu nehmen, war klar, dass das Knie doch mehr Ärger machen wird.

So war es dann auch. Am nächsten Tag konnte ich nur unter Schmerzen gehen und Treppen waren die Hölle. Also Laufpause und die würde diesmal, sogar freiwillig, länger ausfallen :-(((

Ob und wie es sportlich weiter ging erfahrt ihr im nächsten Post 😉

Kurz / Kurz

War das nicht ein traumhaftes Osterwetter?
Auch die Tage herum bescherten uns viel Sonne und angenehme Temperaturen. Und egal, ob laufen oder Radfahren, ich liebe es einfach in kurz/kurz (alter Fußballer) Sport zu treiben.
Aber der Reihe nach. Knapp eine Woche vor Ostern war ich wegen einer Routineuntersuchung, ich fand es war mal wieder Zeit für einen neue Brille, bei der Augenärztin. Dabei hat sie leider festgestellt, dass ein kleiner Riss in der Netzhaut war und empfahl mir das baldmöglich behandeln zu lassen. Da sie einen Laser ihr Eigentum nennt und auch sonst kein Grund bestand, es lange aufzuschieben, haben wir uns gleich darangemacht. Es war auch kein wirklich großer Akt, nur was sie mir danach eröffnete war nicht so schön.
Ab sofort waren zwei Wochen absolute Sportpause angesagt und auch sonst sollten Erschütterungen möglichst vermieden werden. Dabei hatte sie mich mit ihrer Aussage gerade selbst echt erschüttert.
Kein laufen, kein Radfahren, kein Gewichtstraining, kein Kopf-/Handstand 😦😦😦 Sie lies auch nicht mit sich handeln. Zwei Wochen blieben zwei Wochen, wenn ich nichts riskieren wollte.

Plötzlich hieß es Balkonien und Spaziergänge statt laufen und radeln.
Anfangs war es ja ganz nett, die nähere Umgebung zu Fuß zu erkunden und sogar neue Wege dabei zu entdecken, aber dann waren die Spaziergänge doch recht langweilig und dienten dazu, als Ausgleich zum Home Office wenigstens ein bisschen Bewegung zu bekommen. Aber um dem etwas Positives abzugewinnen, stellte ich fest, dass es meinem Knie immer besser ging und die Beschwerden kaum noch spürbar waren 🙂 .

Nur so langsam ging meine Geduld zur Neige und ich dachte daran, dass sich doch der Karfreitag besonders dafür eignet vorsichtig eine kleine Radtour zu unternehmen.
Gedacht getan und so machte ich mich auf dem Weg zu meinem Badesee, um mit Sehnsucht dort etwas zu verweilen und mich auf die kommende Freiwassersaison zu freuen. Ja tatsächlich freue ich mich darauf wieder im See zu schwimmen. Allerdings muss er bis dahin doch noch spürbar wärmer werden 😉 .Außerdem ist es an der Zeit mich um einen neuen Neo zu kümmern (Empfehlungen?), da der alte mit seinem Cut nun wirklich ausgedient hat. Beim Radfahren achtete ich sehr darauf, Schlaglöcher, Gullis usw. zu umfahren, was ich aber auch sonst auch tue.
Die knapp 40 Kilometer, natürlich in kurz/kurz, haben sich einfach herrlich angefühlt.20200410_160937

So gut, dass eigentlich der Ostersamstag geradezu dafür geschaffen war, um auf meine kleine Hausrunde zu gehen. Unterwegs war es einfach großartig. Ich mag es einfach sehr zu sehen, wie die Natur gerade anfängt zu explodieren. Z. B. wenn der Raps langsam  gelb wird, die Bäume anfangen zu blühen, dann zeigt sich der Frühling von seiner besten Seite und es macht einfach nur Spaß auf dem Rad zu sitzen. So vergingen die 60 Kilometer fast wie im Fluge (gefühlt zeitlich nicht nach km/h ).20200412_142830

Man kann vermuten, was jetzt kommt. Na klar, Ostersonntag. Genau, der optimale Tag für eine Fahrt zu meinem geliebten Tegernsee.
Das haben sich leider auch noch viele andere gedacht und so kam ich mir auf manchen Abschnitten vor, wie im Hauptfeld der Tour de France 😉 Aber das tat der Genusstour keinen Abbruch und so bin ich nach 90 Kilometern froh und happy wieder Zuhause angekommen.

Die drei Tage hintereinander Rad zu fahren, spürte ich dann schon in der Muskulatur      ( ich bin nichts mehr gewohnt) und auch etwas im Knie und so war der Ostermontag der Tag der Besinnung, denn eigentlich sollten ja noch ein paar Tage Pause sein 😉 .

Heute endlich, nach genau zwei Wochen, ging es zum Laufen in den Wald.
Lockerer Einstieg mit 11 km und ganz piano und einfach nur genießen und den Wald riechen. Es war ungewohnt anstrengend, auch fürs Knie, aber es hat viel Spaß gemacht und ich freue mich darauf, wenn nächste Woche beim Kontrolltermin die Augenärztin sagt, dass wieder alles in Ordnung ist und ich, nachdem ich mich so schön an ihre Vorgaben gehalten habe, nun wieder Sport machen kann wie ich will!

Ich hoffe ihr hattest ebenso schöne Ostertage und ich wünsche euch, dass ihr gesund bleibt und viel in kurz/kurz draußen herumtoben könnt 😉

Saisonplanung

Allein bei dem Wort gerate ich schon ins Schmunzeln.
Nein, nicht weil Corona inzwischen alles über den Haufen geworfen hat, sondern weil für mich schon viel früher die Planung 2020 schon für die Tonne war.
Wie heißt es so schön:
Leben ist das was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
Ab Herbst letzten Jahres hatte ich irgendwie in den Kopf bekommen, dass ich ja noch nie in Australien war und eine Reise dorthin immer höher auf meine Bucket-List kletterte. Zufällig habe ich dann auch einen Bericht über den Ironman in Cairns gelesen und wusste direkt, dass wäre doch die perfekte Kombination 🙂
Mit Freunden wurden auch gleich Späße darüber gemacht, wie es ist, mit recht gefährlichen Quallen und sonstigem Meeresgetier dort zu schwimmen.

Aber dann ging es wieder los mit dem Knie. Die Probleme wurden immer deutlicher spürbar und machten die Läufe zunehmend beschwerlicher und auch deutlich kürzer 😦
Hinzu kam als zweite Baustelle die Atmung (wohlgemerkt schon sehr viel länger vor
Corona). Inzwischen brauche ich zwei bis drei Kilometer bis ich halbwegs Luft bekomme und beim Laufen nicht pumpen muss wie ein Maikäfer.
Alles in einem sehr moderaten Anfangstempo. 😦
Somit war dann spätestens zum Jahreswechsel klar, dass ich lange Läufe und Wettkämpfe erstmal vergessen kann und mich primär um diese zwei Baustellen kümmern muss.
Mit dem Knie bin ich dann auch zu einem anerkannten Sportorthopäden in München
gegangen, der mit gleich zum MRT weitergeleitet hat, da er nach eigenen Aussagen
auch kein Hellseher war. Die gute Nachricht war, dass das vor über dreißig Jahren ersetzte Kreuzband immer noch gut hielt und seine Arbeit zuverlässig erledigt 🙂
Allerdings sind Außen- und Innenmeniskus an- bzw. eingerissen. Am meisten Probleme
macht jedoch der Knochen hinter der Kniescheibe, der durch Arthrose ziemlich abgerieben ist. 😦
Da ich trotzdem, für den Doc recht erstaunlich, zwar mit Beschwerden, aber immer noch um die 10 km laufen kann, kamen wir darüber ein, erstmal von einer OP abzusehen, denn die würde auch nur eine „Flickerei„ sein. Wir einigten uns darauf, es erst einmal mit gezielten Muskelaufbau von den Füßen bis zu den Oberschenkeln und zusätzlich mit einer Hyaluron-Therapie zu versuchen.
Beides brachte bislang keinen durchschlagenden Erfolg, es wurde aber auch
nicht schlimmer. Soweit so schlecht. 😦

Nichtsdestotrotz dachte ich mir als bekennender Optimist, dass eine Mitteldistanz, (das wäre dann meine Erste! ) bei allem Respekt, schon noch möglich sein sollte.
Schwimmen geht, Radfahren sollte auch möglich sein und Laufen, halt dann alles was noch machbar ist 😉
Blieb noch die Frage, welche Mitteldistanz es sein sollte.
Eine MD hatte ich schon sehr lange im Auge, mich aber wegen der anspruchsvollen
Radstrecke, nicht mal in Vorbereitung auf die Langdistanzen, so recht getraut. 😉
Aber in 2020 wollte ich es wagen und hatte auch das große Glück noch einen Startplatz für den Ironman 70.3 in Kraichgau zu bekommen. 🙂
Damit war klar, dass ich deutlich mehr Radfahren im profilierten Gelände trainieren muss als bisher. Das war o. k., denn Radfahren geht mit dem Knie deutlich besser als laufen.
Eine OD und wenn es geht ein paar kleinere Laufwettbewerbe sollten die Vorbereitung
abrunden.

Ja, dann kam Corona und die damit verbundenen Einschränkungen u. a.
auch die Absage der Trainingswoche auf Mallorca

Aber hier gern noch einmal. Die Einschränkungen halten sich bei mir persönlich sehr in
Grenzen. Ganz im Gegensatz zu denjenigen die gesundheitsbedingt richtige Probleme  oder auch echte Existenzsorgen haben. Oder auch diejenigen, die das öffentliche Leben aktuell überhaupt am Laufen halten.
Ich kann meinen Sport, wenn auch allein und nicht in der Gruppe, immer noch ausüben,
kann meine Arbeit im Home Office erledigen und habe überhaupt keinen Grund zu jammern!
Ich werde die Zeit nutzen, um die o. g. Baustellen und Wehwehchen so gut es geht zu
behandeln und auf den einsamen Läufen meine weitere Saison planen 😉

Update: Kraichgau ist zwar offiziell noch nicht abgesagt, aber das ist nur noch eine Frage der Zeit !

Gecancelt !

Eigentlich sollte ich jetzt auf dem Weg hoch zum Kloster Lluc sein und ordentlich das Bergfahren verfluchen. Aber wie das mit dem „eigentlich“ so ist. Manchmal kommt es eben anders. Denn inzwischen hat Spanien wegen des Corona-Virus die Grenzen dichtgemacht. Dabei war ich noch ganz hoffnungsvoll, da ich mich am Vortag der Reise problemlos für den Flug einchecken konnte. Also bin ich voller Vorfreude am Anreisetag um 2:00 Uhr aufgestanden, damit pünktlich um 2:45 Uhr die Fahrt zum Flughafen erfolgen konnte.
Dann, um 2:30 Uhr kam die Nachricht von der TUI, dass die Reise nicht durchgeführt wird 😦 .  Enttäuscht? Natürlich ! Aber jetzt, mit einem Tag Abstand und einem herrlich lockeren Läufchen bei traumhaften Wetter mit sonnigen 16° an der Isar, denke ich, war es mehr als richtig die Reise abzusagen. Die Krise einzudämmen und zu verlangsamen hat absolute Priorität!
Ich werde mir einfach eine schöne Urlaubswoche Zuhause machen und auch hier möglichst viel Radfahren und laufen.
Sicher hatte ich mich nach drei Jahren Abstinenz von der Insel und ohne Trainingslager, es bestand ja auch keine Veranlassung für ein TL wegen einer geplanten Langdistanz, schon sehr auf Mallorca gefreut. Nein, auch in diesem Jahr ist keine Langdistanz geplant. Das geht auch aus anderen Gründen , dafür kommt ein extra Beitrag, nicht. Aber es steht/stand Kraichgau an und für die dortige Radstrecke wollte ich ein paar Radkilometer machen.
Wenn ich heute höre, dass Freunde z. B. auf Fuerteventura festsitzen und nicht mehr schwimmen, radfahren und laufen dürfen und sogar auf ihren Hotelzimmern bleiben müssen, kann ich über die Absage letztendlich nur froh sein.
Ich habe also überhaupt keinen Grund zu jammern, im Gegenteil, bei dem angesagt frühlingshaften Wetter kann ich super meine Rad-und Laufrunden (solange es noch erlaubt ist) drehen und sogar auch noch ein paar Sachen, die schon länger darauf warten, erledigen 😉 .

Ich wünsche Allen, dass ihr gesund bleibt. Lasst euch nicht entmutigen und aber auch nicht verrückt machen. Die uns persönlich einschränkenden Maßnahmen sind wirklich notwendig und mit genügend Toilettenpapier werden wir diese auch überstehen : -) .

P.S.: Allerdings wird mir das Schwimmen schon sehr fehlen 😉

Nun doch noch

Geht das so spät im Jahr überhaupt noch?
Denn eigentlich wollte ich diesmal wirklich keinen Jahresrückblick machen, weil gefühlt so viel sportliches in 2019 nicht dabei war.
Aber angeregt die die vielen Rückblicke die ich Anfang des Jahres gelesen habe, dachte ich mir, ich schau doch noch einmal bei mir selbst nach.
Das ich auf Okinawa kurzfristig dem Winter entflohen bin, kann man hier nachlesen.
20190104_120022
Die läuferische Vorbereitung lag ganz klar auf den Saisonschwerpunkt, den Two Oceans Ultra am Ostersamstag im April.
Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis, dass nachhaltig Eindruck bei mir hinterließ und mit einer phantastischen Reise in Südafrika, den Victoriafalls und Safari in Botswana und Sambia Ihren spektakulären Verlauf nahm.
Auch hier zum nachlesen
Nur der Ultra mit seinen 56 Kilometern und ordentlich Höhenmetern war schon recht fordernd und braucht auch keine Wiederholung.
Merker an mich: maximal 42 Kilometer sind mehr als ausreichend 😉 .
20190418_151114

Danach war die Luft auch tatsächlich etwas raus und das Jahr plätscherte mit ein paar (durchaus schönen) Halbmarathons und 10 Km-Wettkämpfen so dahin.
Im August habe ich mir mit der Teilnahme am kleinen, familiären Celler Triathlon noch einen lang gehegten Wunsch erfüllen können.
Tolle Organisation, bestes Wetter, es hat einfach richtig Spaß gemacht
20190825_125456

Die Teilnahme am Halbmarathon im Oktober in München war wegen der (wieder einmal) Kniebeschwerden bis kurz vor dem Termin nicht klar und auch nicht so einfach durchzulaufen. Umso schöner, besser und schneller war dann der letzte Halbmarathon Anfang November in Riva am Gardasee. Es lief fantastisch und die komplette Veranstaltung ist absolut empfehlenswert, nicht nur wegen der überragenden
Bergkulisse, auch die Organisation und die ganze Atmosphäre waren einfach klasse.
20191109_124350

Fazit aus sportlicher Hinsicht kamen doch 1.655 Laufkilometer zusammen, aber die Rad- und Schwimmkilometer waren einfach nicht der Rede wert. 🙂
Deswegen gilt für 2020 wieder mehr schöne längere und Radausfahrten zu machen und einfach wieder öfter ins Becken und in die Seen zu hüpfen.
Die Anmeldungen zu ein paar Triathlons werden sicher dabei helfen 😉

Wettkampfplanung 2020 folgt!

Halbmarathon die Zweite

Mit dem Trentino-Halbmarathon am Gardasee stand Mitte November der
zweite Halbmarathon innerhalb von vier Wochen an.
Das war doch großartig, vier Wochen Zeit richtig zu trainieren und versäumtes
aufzuholen 🙂 🙂 🙂 .
Wenn das doch nur so einfach wäre.
Erst einmal musste ich mich vom München-Halbmarathon erholen da dieser doch ein paar Körner gekostet hat. Auch wollte ich dem Knie etwas Regeneration gönnen.
So machte ich in der Vorbereitung „nur“ noch zwei längere Läufe über die HM-Distanz, alles schön ruhig und locker.
Diesmal war ich wieder mit unserer Firmenlaufgruppe unterwegs. Wie bereits früher erwähnt machen wir so einen Ausflug einmal im Jahr, um gemeinsam im Ausland zu laufen.
Die Vorfreude wurde aufgrund der Wetteraussichten etwas getrübt, denn für die gesamten vier Tage waren Regen und Temperaturen im einstelligen Bereich angekündigt.
Tatsächlich hatten wir bei der Anreise am Freitag auf dem Brenner richtiges Schneetreiben und die Streufahrzeuge waren voll im Einsatz. Aber als wir von der Autobahn runter waren und Blick auf den See hatten, wurde es zumindest trocken und wir konnten auf einen kleinen Spaziergang bereits die Regenschirme im Hotel lassen.
20191109_124350

Am Seeufer wurde ich dann ein bisschen nostalgisch, denn das erste Mal waren wir Anfang der 80-iger Jahre mit dem Motorrad und einem kleinen Zweimann-Zelt von Hannover an den Gardasee gefahren. Das zweite und dritte Mal dann zwar schon mit dem Auto, aber immer noch mit Zelt und zwar zum Klettern, mit Ausgangspunkt der kleinen Stadt Arco oberhalb vom See. Arco gilt unter Kletterern als das Mekka der Szene. Nie werde ich den Blick, angeleint am Fels, von oben auf den See vergessen.
Gänsehaut vom Feinsten 🙂 .
Nun war ich wieder hier. Einiges ganz neu, aber Einiges auch noch sehr vertraut.

Und was soll ich sagen, der Blick am Samstagmorgen aus dem Fenster zeigte mir den gegenüberliegenden Berg im Sonnenschein! 🙂
20191109_080358
Es war zwar immer noch frisch aber immerhin mit Sonne. So machten wir uns zu Fuß auf einen herrlichen Spaziergang durch Riva hin zur Halbmarathon-Messe. Und hier war ich echt überrascht. Ich hatte mir den Trentino-HM
20191109_105530
in Riva als kleine, beschauliche Veranstaltung vorgestellt. Es waren dann doch über 4.000 Teilnehmer am Halbmarathon und immerhin noch über 2.500 Teilnehmer am
10 KM-Lauf.
Ach ja, die Messe. Wir wurden zünftig mit Blasmusik begrüßt und konnten mit Schinken, Käse und Rot-und Weißwein unser zweites Frühstück einnehmen. Es gab natürliche auch Kaffee und Kuchen und alkoholfreies wie Iso und Wasser. Alles inklusive!
Somit hatten wir auch genug Kraft, den reichlich gefüllten Starterbeutel abzuholen und zurück ins Hotel zu tragen. 😉
Im Hotel hielten wir uns aber nicht lang auf, denn das Wetter war viel zu schön dazu. Wir nutzen die Möglichkeit vom Hotel kostenfrei Fahrräder auszuleihen und machten uns auf den Weg Richtung Arco, um die Halbmarathonstrecke abzufahren.
Und wieder zog mich diese wunderschöne Landschaft in ihren Bann. Ich muss nicht nur noch lernen vom Fahrrad aus Fotos zu machen, sondern ich muss überhaupt daran denken zu fotografieren 🙂 .
In Arco selbst sah es so aus, dass man sich hier langsam auf den Winterschlaf vorbereitet. Die kleinen Gassen mit den tollen Klettersportläden waren verwaist und es war kein Vergleich mit dem Gewusel von Klettern und Mountainbikern das hier in der Saison herrscht.
So hatten wir auch keine Mühe in einem Cafe am Marktplatz ausreichend Plätze zu finden, um die leckere Kuchenauswahl zu genießen. 🙂
Auch der Rückweg, bei immer noch strahlendem Sonnenschein, war ein Genuß und ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal so entspannt auf dem (Holland-) Rad gesessen habe.
So nun aber zum Wettkampf. Hatten wir uns am Vortag noch über die verschieden farbigen Startnummern gewundert, wurde schnell klar, dass es sich hierbei um die Kennzeichnung der vier unterschiedlichen Startkanäle handelte. Sehr sinnvoll in Anbetracht der vielen Läufer und der engen Gassen am Start. So liefen wir ohne allzu großes Gedränge zwei Kilometer zum Ortsausgang. Dann ein schönes Stück direkt am See entlang, bevor wir in Richtung der Berge abgebogen sind. Hatte ich schon erwähnt, dass es zwar etwas frisch war, wir aber mit blauen Himmel und Sonnenschein,
ideales Laufwetter hatten?
Durch die gute Vorbereitung s. o. hatte ich schnell meinen Rhythmus gefunden und in der herrlichen Landschaft und bei optimalen Bedingungen war ich
dann richtig im flow. Für mich und besonders in einem Wettkampf eher untypisch! Es war purer Laufgenuß. Sogar die anfänglich gefürchteten Höhenmeter hielten sich in Grenzen 🙂 Nach gut zehn Kilometer waren wir in Arco angekommen und machten uns  auf einer Schleife auf den Weg zurück zum See.
Und wieder untypisch für mich, konnte ich doch zwischen KM 14 -19, wo ich ansonsten immer sehr zu kämpfen habe, diesmal recht leichtfüßig ;-), den ein und anderen Läufer überholen. Bei KM 19 waren wir wieder in Riva am See zurück und hier standen immer mehr Zuschauer, die uns begeistert mit italienischem Temperament anfeuerten und uns zum Schlußspurt aufriefen. Der Zieleinlauf auf dem Marktplatz war mit der jubelnden Menge noch einmal ganz besonders.
Mit 1:52 Std. war ich fünf Minuten schneller als in München und damit auch wieder versöhnt, was die Zeit auf der Halbmarathon-Distanz betrifft 🙂 .
Zurück zur Messe, um den Kleiderbeutel abzuholen, wurden wir diesmal statt mit Blasmusik mit Rockmusik von Queen und AC/DC, live von einer Coverband gesungen, empfangen. Es gab auch diesmal wieder reichlich leckeren Schinken und Bergkäse, den üblichen Rotwein, aber auch die sonstigen Leckereien, die man so als Läufer nach vollbrachter Tat genießen möchte.
20191110_132814.jpg

Fazit: Die Trentino-Halbmarathon ist absolut empfehlenswert, um das Laufjahr in entspannter Atmosphäre in der Nachsaison stimmungsvoll langsam ausklingen zu lassen.

Als wir uns dann am Montagvormittag auf den Heimweg machten fing es auch wieder an zu regnen 🙂

Halbmarathon die Erste

Halbmarathon geht immer!
Diesen Spruch kennen wir alle, aber im Vorfeld des München Halbmarathon
war ich mir da nicht mehr ganz so sicher.
Denn die kleinen Zipperlein wie Kniebeschwerden, Atmung usw. hatte ich ganz gern
als Ausrede für fehlende Trainingseinheiten gelten lassen.
Da jedoch, wie früher bereits erwähnt, mein Arbeitgeber Hauptsponsor des München (Halb-)Marathons ist, ist es eigentlich Ehrensache daran teilzunehmen.

Aufgrund des Trainingsrückstandes hatte ich mir allerdings vorgenommen, obwohl es ein Wettkampf ist, den HM ohne Zeitambitionen einfach locker zu laufen und zu genießen.
Aber selbst das war nicht so einfach, denn der Start war um 13:30 Uhr und Mitte Oktober waren es nochmalig richtig schöne und sonnige 25°.
Eigentlich ja mein Wetter….. , wenn ich richtig trainiert bin 😉 .
Die geänderte Streckenführung mit Start im Englischen Garten, gefiel mir recht gut, auch wenn es bald nach dem Start die erste längere Steigung hoch ging. Aber alles noch locker und gut machbar. Bei dem sonnigen Wetter waren auch für Münchner Verhältnisse viele Zuschauer an der Strecke und die feuerten uns tatsächlich auch an.

Normalerweise nutze ich beim HM die Verpflegungsstellen nicht, aber diesmal hatte ich mir ja vorgenommen den Lauf zu genießen und so habe ich, auch wegen der Wärme,  ab Km 10 jede Verpflegungsstelle zum Trinken und zum Kühlen genutzt.
Ab Km 14 machte sich der Trainingsrückstand dann doch bemerkbar und auch die Wärme machte mir immer mehr zu schaffen.
So war ich froh, ab Km 20 den Lärm vom Olympiastadion zu hören und war dann doch erstaunt, dass sich der letzte Km so in die Länge zog. Denn dieser KM führt zunächst außen halb um das Stadion herum, bevor es durch das Marathontor stimmungsvoll ins Stadion auf letzten 300m auf die roten Tartanbahn ging. Für manche ist dies geweihter Boden, da genau hier im Jahr 1972 Olympiageschichte geschrieben wurde. Und ich muss zugeben, dass ich jedesmal auf der Zielgerade wieder Gänsehaut bekomme. 🙂
Nach gar nicht so unanstregenden 1:57 Std. war ich dann im Ziel.
Und ich glaube leicht und locker geht anders 😉 .

20191013_160749.jpg
Auf der Rasenfläche im Stadion ( die ist aufgrund der Fußball-WM 1974 ebenfalls geschichtsträchtig ist) habe ich dann wohl zu schnell und zu hastig diverse Kaltgetränke zu mir genommen, was mit überhaupt nicht bekommen ist und der Heimweg,
wegen einiger Zwischenstopps, deutlich länger ausfallen ist 😦 ,

Darüber, dass es auch anders geht, berichte ich in Kürze im zweiten Teil.

Wunscherfüllung

Wunscherfüllung ist vielleicht etwas hoch gegriffen, aber so ein kleiner Wunsch von mir war es schon lange, einmal am Celler Triathlon teilzunehmen.
Man muss dazu sagen, der Celler Triathlon ist ein relativ kleiner Triathlon über die Sprintdistanz.
Warum ich dort unbedingt einmal starten wollte erklärt sich darin, dass ich viele Jahre  immer wieder als Zuschauer vor Ort war und mich noch gut darin erinnern kann, dass meine Tochter, als sie noch recht klein war, durch das Sammeln von Kastanien prima abgelenkt war, so dass wir entspannt den Wettkampf verfolgen konnten.
Außerdem gab es bei dieser sehr familiären Veranstaltung immer ein großes Angebot von sehr leckeren selbstgebackenen Kuchen und gegrillten Bratwürstchen. 😉 .
Aber der Hauptgrund warum ich einmal dort starten wollte lag darin, dass das Schwimmen in der Aller, einem Fluss ( wohl eher ein Flüsschen), stromabwärts ! stattfindet.

Nach meinem Umzug in den Süden Deutschlands hatte ich diesen Triathlon etwas aus den Augen verloren und zu meinen Besuchen in die alte Heimat bin ich meist mit der Bahn angereist. Diesmal ergab es sich, dass ich kurzfristig mit dem Auto in den Norden gereist bin und an dem Wochenende, was für ein Zufall 😉 , der 32. Celler Triathlon stattfand. Also nicht lange überlegt und angemeldet und mich schon auf der langen Autofahrt darauf gefreut, endlich einmal einen Triathlon im Fluss zu beginnen.
Der Wetterbericht war sehr verheißungsvoll und es wurden tatsächlich die versprochenen 32°.  Bestes Triathlonwetter also 🙂 .

Das Einrichten der Wechselzone war etwas ungewohnt. Anstatt die Wechselklamotten, wie bei einer Langdistanz,  in verschiedene Beutel zu packen, wurden die Sachen schön neben das Rad gelegt.
20190825_084450
Als in der Wettkampfbesprechung mitgeteilt wurde, dass Neoprenanzüge aufgrund der Wassertemperatur von 19° erlaubt sind, war ich etwas in der Zwickmühle. Im wahrsten Sinne des Wortes, wer meinen Neo kennt 😉 . Die Schwimmstrecke war ja nur 600m
lang und das auch noch flussabwärts und ich hatte die Befürchtung, dass ich mehr Zeit beim Ausziehen des Neos brauchen würde, als für das Schwimmen selbst. Noch dazu, dass mein Neo inzwischen einen Cut hat und nun wirklich ausgetauscht werden sollte.
A b e r ich bin ja nun mal ein bekennender Warmduscher und wenn es Probleme mit der Atmung geben sollte, konnte ich mich im Neo immer noch zum Ende der Schwimmstrecke treiben lassen 😉 . Das Verhältnis mit und ohne Neo war übrigens 50/50, nur damit keiner auf die Idee kommt ich wäre der Einzige mit Neo gewesen. 😉 .
Dann kam die Durchsage des Veranstalters, dass aufgrund der Trockenheit der letzten Wochen extrem Niedrigwasser war und es dadurch keine nennenswerte Strömung gab! Das gab es in der 32-jährigen Geschichte dieses Triathlons auch noch nicht.
Ausgerechnet, wenn ich einmal teilnehmen konnte 😦 . Als Ausgleich für die fehlende Strömung war nun der Wasserstand so niedrig, dass größere Teilnehmer die Schwimmstrecke durchaus auch zu Fuß hätten bewältigen können.
Da es bereits sehr warm war, wurde der Neo erst ganz kurz vor dem Start angezogen und dann ging es mit einem „Wasserstart“ in der dritten Welle auch gleich los.
So viele Worte für so eine kurze erste Disziplin.
Das dumme an der kurzen Schwimmstrecke war, dass sie, bevor ich so richtig in den Rhythmus kam, auch schon wieder vorbei war.
Mit der Schwimmzeit von etwas über 11 Minuten war ich gar nicht zufrieden, aber trotzdem hat es echt Spaß gemacht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Foto Celler Triathlon

Auf dem Weg vom Schwimmausstieg zum Rad zerrte und zurrte ich den Neo herunter, musste mich am Rad aber doch noch hinsetzen, da ich ihn nicht über die Waden bekam, ohne einen Krampf zu riskieren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Foto Celler Triathlon

Bei der kurzen Radstrecke von 27,5 Km habe ich mir gedacht, ich trete einfach mal alles was geht. Aber soviel ging dann auch nicht 😉 . Was allerdings auch nicht verwunderlich war, angesichts der sehr, sehr wenigen Radkilometer in diesem Jahr. Unterwegs war es ganz interessant, weil, warum auch immer, auf einigen Abschnitten der Strecke Linksverkehr vorgegeben war. Ganz gut um auf dem Rad konzentriert zu bleiben 🙂 .

Celle 2019 Rad

Foto Celler Triathlon

Ohne den lästigen Neo ausziehen zu müssen, ging der zweite Wechsel zum Laufen auch recht flott und so machte ich mich auf die abschließende 7 km Laufstrecke.
Der erste Kilometer führte durch eine Kastanienalle, die sehr angenehmen Schatten spendete. Dann ging es über die Felder und die Sonne knallte mit über 30° heftig auf uns herunter. Obwohl ich wegen meines Knies nicht zu richtig Druck machen konnte, überholte ich mit meinem gleichmäßigem Lauf doch eine Reihe von Teilnehmer, die offensichtlich erhebliche Probleme mit der Hitze hatten. Mit einer Laufzeit von 35 Minuten war ich auch ganz zufrieden und lief frohgelaunt zum Zieleinlauf ins Stadion ein. 🙂
20190825_125456

Nach dem Zieleinlauf konnte ich dann, darauf hatte ich mich unterwegs schon gefreut, den selbstgebackenen Kuchen und die Bratwurst vom Grill genießen 😉 .

Fazit: Der Celler Triathlon ist ein kleiner und familiärer Wettbewerb, der auch Neulinge für diesen Sport zu begeistern weiß. Bei der Sprintdistanz heißt es von null auf hundert und gleich alles geben. Interessant, aber auch etwas ungewohnt.
Ich hoffe, ich kann noch einmal daran teilnehmen, dann aber mit ordentlich Wasser im Fluß!!!

update: Aufgrund anhaltender Knieprobleme bin ich nicht bei der Mitteldistanz in Podersdorf gestartet 😦

Testläufer

Vorab zur Info:
Es gibt in nachstehenden Post einiges an Werbung, leider alles unbezahlt 😉

Ich hatte das Glück und wurde gleich zu zwei Laufschuhvorstellungen in München eingeladen.
Beide Male von zwei Sportlerinnen mit denen ich über die sozialen Medien bekannt bin.

Bei der ersten Einladung durch Ella von „Team-Lauf-Liebe“
https://www.instagram.com/lauf_liebe/
ging es um die Neuvorstellung des Hoka Carbon X .
Mit dem Hoka Clfton3 hatte ich schon meine Erfahrungen gemacht und musste feststellen, dass der Schuh einfach nicht zu mir passte. Wie bei allen Hoka-Modellen darf man sich von der voluminösen Optik nicht täuschen lassen, denn auch der Carbon X , als Sockliner, wiegt nur 240 Gramm. Das Herzstück ist aber die Carbonplatte in der Sohle, die für deutlich spürbaren Vortrieb sorgen soll. Der Carbon X ist konzipiert für längere (Ironman-) Distanzen ab 42 Km und aufwärts und trotzdem ein echter Wettkampfschuh mit 5mm Sprengung.
Hokas Antwort auf den „Wunderschuh“ von Nike den Vaporfly.
Für mich eine tolle Erfahrung, nach ein bisschen Koordination und Lauf-ABC im englischen Garten einen Laufschuh zu testen, der offiziell noch gar nicht auf dem Markt war 🙂 .
Mein Fazit: ganz sicher ein toller, hochwertiger Laufschuh, auch im Preis, dessen Potential ich mit meinen bescheidenen Möglichkeiten sicher nicht ausnutzen würde.
Besonders gefallen haben mir nach dem Test die Gespräche und der Erfahrungsaustausch mit jungen, ambitionierten Läufer/-innen wie z. B. der deutschen Hoffnung im Marathon Thea Heim, die sich im Herbst für Olympia in Tokyo 2020 qualifizieren will.
Carbon-x-test-6-1024x646

Die zweite Einladung bekam ich von Imke Salander, eine sehr gute 400m- und 400m Hürdenläuferin und Markenbotschafterin von Under Amour.
https://www.instagram.com/imkesalander/
Das die Sport- und Fitnesskleidung herstellen war mir bekannt, dass sie auch Laufschuhe im Repertoire haben, war mir hingegen neu.

20190730_202737.jpg
Hier ging es auch nicht so um einen speziellen Laufschuh, sondern ich konnte mir aus dem Sortiment einen aussuchen, der meinen Anforderungen entsprach. Ich habe mich für den HVOR Infinite, einen Neutralschuh mit guter Dämpfung, entschieden und habe mich direkt wohlgefühlt und der Schuh hat auch die bevorstehenden Anforderungen
gut mitgemacht.
Da wir doch eine große Zahl von ca. 60 Testläufern/-innen waren, wurden wir für die erste Einheit von 4 x 400m Intervallen in mehrere Gruppen eingeteilt. Vorweg selbstverständlich zwei Km zum Ein- und Warmlaufen.
Als ich mir beim warmmachen meine Mitläufer/-innen so angeschaut habe, war mir klar, dass ich mich in die „langsamste“ Gruppe einordnen sollte, denn ich hatte selten so viele junge und fitte Leute auf einen Haufen gesehen 🙂 . Hier war ich dann auch
gut aufgehoben, denn eine Pace von 5:00 – 5:15 Min/Km ist für mich schon recht flott zum warmlaufen.
Nach den Intervallen gab es dann eine Tabata-Einheit, die allerdings nicht dazu geeignet war, um mich von den Intervallen zu erholen 😉 .
Warum auch, da nun der Rückweg mit ebenfalls 4 x 400m Intervallen anstand. Anschließend haben wir am Ufer der Isar, hier hatten wir mit der großen Laufgruppe ohnehin schon für Aussehen gesorgt, noch ein interessantes cool-down durchgeführt.
Down ja, aber weniger cool dafür mehr schwitzen 😉
Bei dieser Veranstaltung stand für mich nicht der Laufschuhtest im Vordergrund, sondern das gemeinsame Training mit so vielen wirklich fitten und durchtrainierten jungen Menschen. Für mich, als sonstigen Einzelkämpfer, war das sehr interessant und inspirierend.
Es war auch schön zu sehen, dass die Jugend und die jungen Erwachsenen nicht nur für’s Party machen zu haben sind, sondern durchaus große sportliche Ambitionen haben. Interessant war auch, dass bei einer spontan aufgerufenen Plank-Challenge (einarmig) zwei junge Damen allen anwesenden Herren sehr deutlich gezeigt haben, wer das stärkere Geschlecht ist 😉 .
Wie sich bei den anschließenden Gesprächen herausstellte, waren es erstaunlich Viele die als Langdistanz-Staffel-Teilnehmer, dieses Jahr bereits an Wettbewerben teilgenommen hatten oder fürs nächste Jahr gemeldet sind.

Ich muss zugeben, dass ich nicht nur großen Spaß an den beiden Veranstaltungen hatte, sondern durchaus auch etwas motivierter wieder an meine sportlichen Betätigungen herangegangen bin. 😉 .

update: Wobei mich mein Knie (wieder mal ) leider ausbremst und ich bei der Mitteldistanz in Podersdorf nicht antreten konnte 😦

und was kommt jetzt?

Es ist schon etwas blöd, wenn man seinen sportlichen Jahreshöhepunkt
schon sehr früh im April hat.
Was macht man dann den ganzen Rest des Jahres ?
Nun bin ich ja, wie hier bereits mehrfach kundgetan, nicht der „Gesundheitssportler“
der aus reinem Wohlbefinden und um seinen Körper etwas Gutes zu tun, sich sportlich betätigt.
Also muss (mindestens ein) sportliches Ziel her, ansonsten läuft, im wahrsten Sinne des Wortes nicht viel 😉 Irgendetwas mit Triathlon wäre doch mal wieder ganz nice. Zwei bis drei olympische Distanzen stehen ohnehin auf den Plan, aber etwas Längeres würde mich doch noch mehr reizen.
Nein, ganz sicher keine Langdistanz! Erstens wäre die Vorbereitung im Frühjahr mit annähernd null Radkilometern nicht angemessen und sowieso habe ich mir ja versprochen keine Langdistanz mehr zu machen. 🙂 .
Was bleibt dann noch? Richtig die Mitteldistanz oder 70.3 oder auch Halbdistanz.
Für eine Veranstaltung ab September oder später, wäre noch ausreichend Zeit für die Vorbereitung.
Allerdings sollte ich mich davor hüten zu denken, eine MD geht immer. Das kann schon bei einem Halbmarathon schiefgehen, wenn man ihn ambitioniert laufen will. 😉 .
D. h. im Klartext, die Vorbereitung, insbesondere auf dem Rad und beim Schwimmen, sollte jetzt und gleich beginnen.

So habe ich mich mal nach geeigneten Mitteldistanzen umgesehen. Veranstaltungen im Ausland haben für mich immer einen besonderen Reiz. Allerdings scheue ich mich ein wenig vor dem Radtransport im Flieger, weil ich an meinem optimalen Radeinstellungen (vom Profi 😉 nichts verstellen will.
Aber ich bin fündig geworden. Mal keine Veranstaltung der „Großanbieter“ Ironman oder Challenge sondern der Austria Triathlon in Podersdorf Anfang September würde sehr gut passen.
Ausland ist das auch und ich komme mit dem Auto dorthin. Genial oder?
Zum Glück ist inzwischen der Frühling, ja fast schon Sommer, auch in Bayern angekommen und ich freue mich darauf, nach dem ständigen und Dauerregen aufs Rad zu steigen und in kurz/kurz die Ausfahrten zu genießen 🙂 .
Da ich nach Pfingsten ein paar Tage frei Urlaub habe und aufgrund der Ferien in Bayern die Flugreisen unverschämt teuer sind, habe ich mich entschlossen ein kleines Trainingslager (mit Schwerpunkt Rad) Zuhause abzuhalten.
Ich bin schon sehr gespannt darauf und hoffe natürlich, dass das Wetter bis dahin weiter mitmacht, es schön warm bleibt und ich im Juni nun endlich auch mal ins Freiwasser komme 😉
Ob ich wohl noch hinein passe ???

20150607_174051

update: ausrechnet kurz vor Pfingsten und dem Urlaub habe ich mir nach langer Zeit eine Erkältung eingefangen 😦 ; ganz schlechtes Timing 😦 😦 😦