und was kommt jetzt?

Es ist schon etwas blöd, wenn man seinen sportlichen Jahreshöhepunkt
schon sehr früh im April hat.
Was macht man dann den ganzen Rest des Jahres ?
Nun bin ich ja, wie hier bereits mehrfach kundgetan, nicht der „Gesundheitssportler“
der aus reinem Wohlbefinden und um seinen Körper etwas Gutes zu tun, sich sportlich betätigt.
Also muss (mindestens ein) sportliches Ziel her, ansonsten läuft, im wahrsten Sinne des Wortes nicht viel 😉 Irgendetwas mit Triathlon wäre doch mal wieder ganz nice. Zwei bis drei olympische Distanzen stehen ohnehin auf den Plan, aber etwas Längeres würde mich doch noch mehr reizen.
Nein, ganz sicher keine Langdistanz! Erstens wäre die Vorbereitung im Frühjahr mit annähernd null Radkilometern nicht angemessen und sowieso habe ich mir ja versprochen keine Langdistanz mehr zu machen. 🙂 .
Was bleibt dann noch? Richtig die Mitteldistanz oder 70.3 oder auch Halbdistanz.
Für eine Veranstaltung ab September oder später, wäre noch ausreichend Zeit für die Vorbereitung.
Allerdings sollte ich mich davor hüten zu denken, eine MD geht immer. Das kann schon bei einem Halbmarathon schiefgehen, wenn man ihn ambitioniert laufen will. 😉 .
D. h. im Klartext, die Vorbereitung, insbesondere auf dem Rad und beim Schwimmen, sollte jetzt und gleich beginnen.

So habe ich mich mal nach geeigneten Mitteldistanzen umgesehen. Veranstaltungen im Ausland haben für mich immer einen besonderen Reiz. Allerdings scheue ich mich ein wenig vor dem Radtransport im Flieger, weil ich an meinem optimalen Radeinstellungen (vom Profi 😉 nichts verstellen will.
Aber ich bin fündig geworden. Mal keine Veranstaltung der „Großanbieter“ Ironman oder Challenge sondern der Austria Triathlon in Podersdorf Anfang September würde sehr gut passen.
Ausland ist das auch und ich komme mit dem Auto dorthin. Genial oder?
Zum Glück ist inzwischen der Frühling, ja fast schon Sommer, auch in Bayern angekommen und ich freue mich darauf, nach dem ständigen und Dauerregen aufs Rad zu steigen und in kurz/kurz die Ausfahrten zu genießen 🙂 .
Da ich nach Pfingsten ein paar Tage frei Urlaub habe und aufgrund der Ferien in Bayern die Flugreisen unverschämt teuer sind, habe ich mich entschlossen ein kleines Trainingslager (mit Schwerpunkt Rad) Zuhause abzuhalten.
Ich bin schon sehr gespannt darauf und hoffe natürlich, dass das Wetter bis dahin weiter mitmacht, es schön warm bleibt und ich im Juni nun endlich auch mal ins Freiwasser komme 😉
Ob ich wohl noch hinein passe ???

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update: ausrechnet kurz vor Pfingsten und dem Urlaub habe ich mir nach langer Zeit eine Erkältung eingefangen 😦 ; ganz schlechtes Timing 😦 😦 😦

Sambia / Botswana

Nach den wunderschönen Tagen in Kapstadt ging es nun ins „richtige“ Afrika nach Sambia.
Das hier vieles anders ist, war schon bei der Ankunft auf dem Flughafen in Livingstone zu spüren. Außer unserem war nur noch ein weiteres Flugzeug auf dem Rollfeld und so konnten wir gemütlich zu Fuß ! ins Flughafengebäude gehen. Einfach herrlich 🙂
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Hauptziel in Sambia waren die Victoriafälle und die bekamen wir reichlich zu sehen. Was allerdings auch keine Kunst war, denn unserer Hotel war nur knapp fünf Minuten zu Fuß davon entfernt. Kaum hatten wir die Koffer auf dem Zimmer verstaut machten wir uns auch gleich auf den Weg.
Und was soll ich sagen, die Wasserfälle waren mehr als beeindruckend.
Die Fälle sind UNESCO-Welterbe und mit 110 m Tiefe und 1.708 m der breiteste durchgehende Wasserfall der Erde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Victoriafälle
Es ging einen schön angelegten Weg den Wasserfall entlang und bei jeden Stop hatten wir einen noch besseren Blick als zuvor.
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Da das Hotel wie gesagt direkt am Wasserfall war, machte ich es mir zur Gewohnheit mindestens einmal am Tag dort vorbeizuschauen. Interessant war auch, dass auf dem Weg dorthin, durchaus noch innerhalb der Hotelanlage, Zebras, Antilopen und auch Paviane den Weg kreuzten. Um die großen Paviane habe ich schon einen Bogen gemacht, denn die waren mir nicht so ganz geheuer 😉 .


Am nächsten Tag stand dann die Safari nach Botswana in den Chobe-Nationalpark an. Auf dem Weg dorthin markiert der Zambesi die Grenze zwischen Sambia und Botswana, die wir mit der Fähre überqueren mussten.
Es gibt nur eine Fähre, die hin und her pendelt und auch jeweils maximal nur einen LKW über den Fluss bringen kann. So kommt es, dass die Wartezeit für die LKW’s für die Überquerung bis zu 4 ! Tage beträgt. Afrikanische Verhältnisse 😉 .
Durch einen südkoreanischen Investor, sicher nicht ganz uneigennützig, wird gerade eine richtig große Brücke gebaut, die die Wartezeit drastisch verkürzen soll.
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In Botswana angekommen machten wir zuerst eine Flusssafari auf dem Chobe, bei der wir Krokodile, Flusspferde und Herden von Elefanten zu Gesicht bekamen, die teilweise direkt vor uns durch den Fluss schwammen oder sich in Ufernähe aufhielten.


Das Mittagessen nahmen wir in einer wunderschönen Lodge direkt am Chobe-River ein. Hier waren vor uns auch schon einige andere Promis, wie Bill Clinton und Horst Köhler zu Gast 🙂 .
Gut gestärkt ging es im offenen Jeep weiter durch den Nationalpark. Wieder gab es viele Tiere zu sehen, wie Giraffen, die wirklich auf Tuchfühlung an den Jeep herankamen.
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Aber auch ein Elefantenbulle, der schon bedrohlich mit wehenden Ohren auf uns zukam und unmissverständlich klarmachte, dass wir Abstand halten sollten.
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Es ist wirklich etwas vollkommen anderes, wenn man im Zoo, sicher auch aus der Nähe, aber mit einem Zaun drum herum sich die Tiere ansieht oder diese in freier Wildbahn auch aus nächster Nähe, allerdings ohne Schutzzaun bestaunt. Es war ein, jedenfalls für mich, tief beeindruckendes und nachhaltiges Erlebnis.
Durch die vielen neuen Eindrücke etwas benommen im Kopf, machten wir uns auf den Rückweg über den Grenzfluss zum Hotel.

Am nächsten Tag stand ein weiteres Highlight auf dem Programm.
Ich hatte mich kurzfristig entschlossen ( der Dollarkurs war recht günstig 🙂 🙂 )
einen Helikopterflug über die Viktoriafälle mitzumachen. Ich liebe Helikopter fliegen und hatte das Glück direkt neben dem Piloten zu sitzen und damit die allerbeste Rundumsicht :-).
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Jetzt fehlen mir einfach die Worte um den Flug zu beschreiben und es ist ein Jammer, dass ich hier keine Videos hochladen kann. Dafür wenigstens ein paar Bilder aus dem Heli. Es war jedenfalls grandios und die sechzehn Minuten vergingen buchstäblich im Fluge!


Am Abend wurde es dann noch einmal richtig kitschig und tourimäßig, mit einer „Sundowner Cruise“ mit der African Queen auf dem Zambesi.
Die Atmosphäre mit der Stille des Flusses, mit seinen Wasservögeln und den Hippos, wurde durch einen wundervollen Sonnenuntergang über dem Fluss gekrönt.


Ich war sehr froh, dass ich diese Anschlussreise doch mitgemacht habe und ich meine klischeehaften Vorstellungen von Afrika hier wiedergefunden habe 😉
Am nächsten Morgen ging es dann recht früh nach Livingstone, um dann über Johannesburg den Rückflug nach Hause anzutreten.
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Fazit: Es war eine ganz wundervolle Reise, mit meinem ersten Ultralauf und echten Tieren in ihrem Lebensraum !
Ich habe zwar nur einen kleinen Teil von Südafrika erlebt, aber der Two Oceans, Kapstadt und auch Sambia und Botswana waren ein tolles Erlebnis und ich konnte wenigstens ein bisschen in eine für mich neue und fremde Welt eintauchen !

Two Oceans

Raceday
Bin ich aufgeregt ? – Natürlich!
Bin ich gut vorbereitet ? – Nicht wirklich !
Schon sehr zeitig, um 4:00 Uhr früh, wurden wir vom Hotel abgeholt, um rechtzeitig am Start zu sein, da für die zukünftigen Ultras um 6:40 Uhr der Startschuss fiel. Recht früh waren die einzelnen Startblöcke schon gut gefüllt und ich musste zusehen, dass ich auch noch hineinkam 😉 . Kaum war ich im Block, fing es heftig an zu regnen.
Eine weitere Premiere für mich, denn bisher hatte ich das Glück, meine Marathons und auch meine Tri-Langdistanzen immer im Trockenen zu bestreiten.
Aber nach knapp 5 Km hörte es schon wieder auf zu regnen und bis auf einen kurzen Schauer unterwegs, blieb es dann auch trocken.
Die Minuten vor dem Start hatten eine ganz besondere Atmosphäre für mich. Sie sind eine Mischung aus Aufregung, Anspannung, Vorfreude, aber auch aus Respekt vor der Distanz und natürlich mit ordentlich kribbeln im Bauch.
In diesen Momenten werde ich ganz ruhig und versuche alles bewusst aufzunehmen und zu genießen. Aus den Lautsprechern sorgte Vangelis mit „Chariots of fire“ für zusätzliche Gänsehaut, bis dann endlich der Startschuss zu einem neuen Kapitel und Abenteuer fiel.
Über 12.000 Läufer/-innen setzen sich langsam in Bewegung.
Natürlich hatte ich mir vorher Gedanken gemacht, wie ich so einen, meinen ersten, Ultralauf angehen sollte. Ich hatte mir fest vorgenommen, mich zurückzunehmen
und hielt ein moderates Wohlfühltempo zwischen 6:15 – 6:30 Minuten pro Km für angemessen. Die ersten Kilometer hatten ein leichtes, kaum spürbares Gefälle
und so passierte ich die 10 Km-Marke in genau einer Stunde. Die zweiten 10 Km waren dann in 58 Minuten absolviert. Halt Moment mal, da war ich doch viel zu schnell unterwegs! Soviel jedenfalls zu Plan und Realität 😉 . Aber ich fühlte mich einfach gut und locker.
Bei Km 28 kam er dann, der von mir gefürchtete Anstieg. Soetwas hatte ich beim Laufen bisher noch nicht gesehen. Die Läuferschaar schlängelte sich den Berg hoch und zwar so hoch, dass ich sie kaum noch erkennen konnte. 😦
Also Frank, tief durchatmen, ruhige kleine Schritte und so Meter für Meter den Berg hoch. Trotz der Streckenänderung über Nacht waren erstaunlich viele Zuschauer an diesem steilen Streckenabschnitt um uns Läufer enthusiastisch anzufeuern und zu unterstützen.
Noch ein Wort zu den Zuschauern und Helfern. Ich habe sicher schon einiges an Begeisterung erlebt. Aber was dort in Südafrika abging, war schon ganz speziell.
Auf der gesamten Strecke wurden die Läufer mit Musik und Gesang gefeiert. Selbst an den Verpflegungsstellen wurden die Übergabe der Trinkbeutel u. ä. regelrecht zelebriert und jeder Läufer wie ein Held gefeiert.
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Bei Km 34 war endlich der höchste Punkt erreicht und es ging dann gleich richtig steil den Berg auch wieder runter. Das war natürlich keine Erholung für die geplagten Oberschenkel, sondern vielmehr eine zusätzliche muskuläre Belastung. Nicht wenige hatten dann bergab auch mit Krämpfen zu kämpfen.
Bei mir war es wie beim Radfahren. Sehr viel lieber runter als hoch 🙂 .
Bis zur Marathonmarke ging es immer leicht auf und ab und beim passieren der Marathonmarke, hätte es mir eigentlich auch schon gelangt. Ich war inzwischen immerhin schon 4:32 Stunden unterwegs und hatte noch 14 km, d. h. ein Drittel eines normalen Marathons vor mir. Das auf und ab wurde jetzt wieder zunehmend steiler und
machte mir deutlich zu schaffen. Unangenehm, wie mir später auch andere Teilnehmer zustimmten, waren die Kurven, richtige Steilwandkurven, die so steil waren, dass wir sie in echter Schräglage durchlaufen mussten. Für die Knie war das gar nicht gut.

Im Vorfeld wurden wir vom Veranstalter und ich auch von Bekannten, die den Two Oceans schon gelaufen waren, vor den Katzenaugen auf den Straßen als Stolperfallen gewarnt. Das sind diese ein paar Zentimeter hohen und mit einer kleinen Metallhaube versehenen Rückstrahler, die in der Nacht die Fahrbahnmitte markieren.
Unterwegs hatte ich noch gedacht, schön blöd, wer darüber stolpert. Und dann passierte es doch.
Zwischen Km 50 und 51 hörte ich den 6 Stunden-Zielläufer immer näher kommen.
Zu hören waren diese Zeitläufer, weil sie ihre Gruppen lautstark mit Gesang ! anführten und ständig ihre „Mitläufer“ animierten dran zu bleiben. Die Jungs machten wirklich
einen tollen Job! Sie kamen also näher. Die Gruppe umfasste ca 35-40 Läufer und während ich überlegte dran zu bleiben (dann wäre ich bestimmt richtig eingegangen) und niemanden auf die Füße zu treten, war es auch schon passiert. Ich war einer der Blöden, der im vollen Lauf über so ein Katzenauge stolperte 😦 .
Nicht nur ich, auch die Läufer im unmittelbaren Umfeld hatten sich richtig erschrocken. Zum Glück konnte ich mich gut abrollen und bis auf ein paar Schürfwunden an Arm und
Bein und etwas geprellte Rippen, war ich glimpflich davongekommen 🙂 . Nun aber das Erstaunliche. Der Sturz muss soviel Adrenalin in den Körper geschüttet haben, dass
ich nicht nur an den lädierten Stellen keine Schmerzen spürte, sondern auch die Beine wieder viel lockerer wurden. So waren die letzten 5 Km gar nicht mehr so anstrengend
und der Zieleinlauf mit den letzten 400m auf Rasen ins Stadion mit nun völlig ausflippenden Zuschauern, war einfach grandios!.
Nach 6:20 Stunden echt geschafft, aber völlig happy ließ ich mir die Medaille umhängen und auf dem Zielfoto konnte ich dann sogar wieder lächeln 🙂 .
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Fazit: Der Ultra war eine ganz tolle und beeindruckende Erfahrung. Aber ich denke, wie oben schon erwähnt, dass mir ein ganz „normaler“ Marathon von der Streckenlänge künftig reichen wird.
Es sei denn, mir läuft noch ein besonderer Wettbewerb über den Weg 😉 .
Im dritten und letzten Teil geht es bald dann ins „richtige“ Afrika , mit vielen Tieren und so !!

Südafrika-Kapstadt-Two Oceans-Sambia/Botswana

Die Anreise von München über Johannesburg nach Kapstadt verlief problemlos. Da es ein Nachtflug war und Kapstadt in der gleichen Zeitzone liegt, gab es keine Zeitverschiebung und so konnte es direkt losgehen.
Da alle Teilnehmer/-innen der Laufgruppe fast zeitgleich ankamen fuhren wir vom Flughafen direkt zur Marathonmesse, um die Startunterlagen abzuholen.
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Die 0 HM und die 0 Ultra kennzeichneten mich als Two Oceans Anfänger 🙂
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Da wir entgegen der vergangenen Tage (wenn Engel ankommen) klares Wetter hatten, haben wir die Gelegenheit genutzt und sind direkt weiter zum Tafelberg gefahren. In Anbetracht des bevorstehenden Laufs sind wir doch lieber mit der Gondel den Tafelberg hochgefahren, anstatt den reizvollen Wanderweg zu benutzen. Oben angekommen
hatten wir einen wirklich atemberaubenden Blick über Kapstadt und dies gesamte Bucht. Es führt oben ein sehr schöner Rundweg auf dem Tafelberg herum, sodass man einen tollen 360° Rundumblick hatte


Mit der Zeit legte der Tafelberg so langsam seine Tischdecke auf, d. h. eine Nebel-/Wolkendecke legte sich darüber und hüllte ihn ein.
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Leider hatten wir inzwischen eine Wartezeit von über einer Stunde auf die Gondel und das war bei dem aufkommenden heftigen und kalten Wind nicht so angenehm. Aber dadurch kamen wir in den Genuss Kapstadt beleuchtet von oben bewundern zu können.

Am nächsten Tag stand Cap Hope, der südwestlichste Punkt Afrikas, auf unserem Erkundungsprogramm. Der Weg dorthin an der Küste entlang war schon beeindruckend und oben am Cap beim Leuchtturm angekommen, hatten wir schon wieder eine Gänsehaut. Nicht nur wegen des auch hier heftigen Windes, sondern in erster Linie wegen der vor uns liegenden fantastischen Landschaft.

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Auf dem Rückweg gab es noch einige Pinguine zu betrachten (wir hatten vom Bus aus bereits schon Robben und Wale gesehen),
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bevor wir auf einen Großteil der Strecke des Ultra-Laufs wieder zurückfuhren. Und ich muss sagen, dass mich die Anstiege doch ziemlich beeindruckt haben.

Am nächsten Morgen beim Frühstück kam dann die Info, dass die Veranstalter über Nacht ! die Strecke geändert hatten. Ob es an den Baustellen oder wie wir im nachhinein hörten, an zu befürchteten Demonstrationen gelegen hat, war letztendlich auch egal. So ist Afrika eben 😉 .
Vielleicht wollten die Veranstalter uns auch nur etwas steilere Anstiege mit ein paar zusätzlichen Höhenmetern gönnen.
Aber seht selbst Foto rot war die alte Strecke und grün die neue Streckenführung.
Ich hätte wohl doch meine Bergstiefel mitnehmen sollen 🙂
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Wenn ich als Flachländer und Nichtbergziege schon vorher Respekt vor der profilierten Strecke hatte, so wurden die Bedenken nicht weniger.
Also schnell noch einen Aufruf auf den Social-Media-Kanälen gestartet und Familie, Freunde und Bekannte zum kollektiven Daumen drücken aufgerufen.
Die positiven Rückmeldungen kamen auch postwendend
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Ob es geholfen hat??
Fortsetzung in Teil 2

La Santa, Lanzarote

und diesmal kein Trainingslager, sondern „nur“ ein bisschen Sport
nach Lust und Laune im La Santa Sports Club auf Lanzarote.


Es war schon einmal ein toller Vorgriff auf den Frühling, der hoffentlich
jetzt auch bald bei uns Einzug hält. Temperaturen zwischen sonnigen 20° – 24° mit strahlend blauem Himmel ließen mein Herz sofort höher schlagen. Es bestand dabei akute Sonnenbrandgefahr, da man (ich) durch den Wind die Sonne nur abgemildert gespürt hat.
Wobei wir damit bei meinem Lieblingsthema sind. Der Wind war immer und überall und kam in der Regel direkt von vorn 🙂 . Ich dachte es wäre nicht möglich, aber vlt. weil sie die nördlichste Insel der Kanaren ist, bläst der Wind auf Lanzarote noch stärker als auf Fuerteventura.
Die Radausfahrten hielten sich auch etwas in Grenzen, denn wenn man selbst bergab noch richtig treten und aufpassen muss, dass einem das Vorderrad nicht weggepustet wird, kommt nur bedingt Freude auf.


Deswegen und wegen des anstehenden Two Oceans Lauf bin ich dann doch mehr im Gelände gelaufen.
Selbst beim Schwimmen im Becken verursachte der Wind richtigen Wellengang, unglaublich!
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Wie angekündigt habe ich aus dem vielfältigen Angebot auch andere, z. T. für mich neue, Sportarten ausprobiert. So habe ich z. B. seit vielen Jahren einmal wieder bouldert und ja, ich konnte es tatsächlich noch, nur die Unterarme haben hinterher ordentlich gebrannt. 😉 Von den Yoga- und Pilateskursen hatte ich mir etwas mehr versprochen, aber bei den vielen Teilnehmern kann man nicht Jedem gerecht werden. Interessant war für mich die Einführung ins Cross-fit. Ich kann jedem, der neue Muskeln an sich entdecken möchte, nur empfehlen einmal so richtig Cross-fit zu machen. Der Ganzkörpermuskelkater ist garantiert 😉 .


So vergingen die sechs Tage wie im Flug und schon saß ich wieder
im Flughafen und warte auf den Rückflug.
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Der Resturlaub war gut angelegt und ich habe mich gut erholt und bin schon wieder bereit für weitere Dummheiten 😉 .
Aber das sollte ich auch, denn in schon weniger als drei !! Wochen stehe ich (hoffentlich)
an der Startlinie zum Two Oceancs . Bis dahin kann ich noch ein paar Laufkilometer sammeln, bevor es in Richtung Südafrika geht (so langsam werde ich doch aufgeregt ).

Abschließend noch die Info an mich: Du willst keinen Triathlon auf den Kanaren bestreiten (allerhöchstens über die Volksdistanz 😉 ) !
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Zu guter Letzt noch eine Anekdote zum Wind. Da wir auf dem Rückflug ausgebucht und auch voll beladen waren, mussten wir aufgrund heftigen Gegenwindes 🙂 eine außerplanmäßige Zwischenlandung in Sevilla einlegen, um dort nachzutanken!

Lanzarote

In den Jahren in denen ich mich auf eine Langdistanz vorbereitet habe, bin ich jeweils im März zum Trainingslager auf Mallorca gewesen. Darüber, dass es meistens sehr viel Spaß gemacht hat, aber auch anstrengend war und das Wetter nicht immer mitgemacht hat, habe ich hier berichtet.
Umso gelassener kann ich es jetzt angehen, vor dem Hintergrund, dass nicht möglichst viele Rad-Km gefahren werden müssen:-) .
Diesmal geht es nicht nur etwas weiter südlich und hoffentlich auch zu angenehmen Temperaturen nach Lanzarote, sondern ich freue mich auch darauf, einfach einmal Sport machen zu können, wann und zu was ich gerade Lust habe.
Natürlich zählen die Triathlon-Sportarten dazu, besonders das Laufen als Vorbereitung für den Two Oceans. Aber bei dem riesigen und vielfältigem Angebot im La Santa Sports bin ich schon sehr gespannt neue Sportarten wie z. B. Kajak fahren im offenen Meer, kennenzulernen.

Ich musste erst einmal bei der Familie nachfragen, wann wir die letzten Male im La Santa Sports Urlaub gemacht haben. Tatsächlich war das Mitte der 90-iger und Anfang des neuen Jahrtausend der Fall. Das hört sich schon krass an, aber es ist auch schon echt lang her, wenn man bedenkt, dass meine Tochter Denise damals zwischen 5 und 14 Jahre alt war.
Oh man ich bin alt geworden 🙂
Natürlich hat sich der Club in der Zeit auch deutlich weiterentwickelt. So sind z. B. aus damals einem 50m Wettkampfbecken, heute drei Becken geworden. Auch sonst scheint alles sehr gut restauriert und modern geworden zu sein.
Geblieben ist das bereits erwähnte unglaubliche Angebot an Sportarten und die hohe Dichte von Profisportlern, die sich hier auf ihre Saison vorbereiten und zu einer ganz besonderen Atmosphäre beitragen.

La Santa

Quelle La Santa Sports

Ich freue mich sehr auf ein paar sonnige Tage Resturlaub. Sicherlich auch verbunden mit einigen nostalgischen Erinnerungen .

Startschwierigkeiten

Das Jahr 2019 hat tatsächlich etwas holperig angefangen.
Wie berichtet bin ich Anfang Januar aus Japan zurückgekommen,
mit der festen Absicht nun richtig ins Langlauftraining einzusteigen.
Schließlich findet einer der Saisonhöhepunkte bereits am 20.04.2019
in Südafrika statt.

Es ging auch gut los und langsam und kontinuierlich sollten die Läufe am
Wochenende längenmäßig ausgedehnt werden. Zeitgleich hat es ab Anfang Januar
hier angefangen zu schneien und das richtig heftig.
Soviel Schnee habe ich hier in den letzten Jahren noch nicht erlebt. Früher habe ich es genossen im frischen Schnee zu laufen und die herrliche Winterlandschaft in mich aufzunehmen. Aber diesmal war es einfach zu viel Schnee auf einmal.
Der erste geplante längere Lauf im Wald endete damit, dass ich fast knietief im Schnee eingesunken bin und ich nicht die Kraft hatte bei diesen Bedingungen Kilometer zu machen 😦 .
Beim zweiten Versuch war der Schnee dann so gefroren, dass es zwei Schritte vor und einen Schritt zurückging. Aber in erster Linie war es einfach zu gefährlich auf dem teilweise blanken Eis zu laufen 😦 .
Aber da ich ja lernfähig bin, habe ich mir am dritten Wochenende eine Weg entlang der Bahnlinie gesucht und auf dem geräumten Radweg war endlich wieder richtiges laufen möglich. 🙂 .
Bei herrlichem Wetter hat es Spaß gemacht und ich konnte den Lauf richtig genießen.
Bis, ja bis ca. Km 15. Ab da machte mir die rechte Wade wieder zu schaffen. Es ging nur noch ein paar Meter und dann ging fast gar nichts mehr. Notgedrungen beschloss ich den Rest nach Hause zu gehen. Nur dieser Rest waren noch 6 ! Kilometer und beim Gehen wurde es auch nicht besser. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als langsam nach Hause zu trotten 😦 . Diese 6 Kilometer haben mir dann wohl den Rest gegeben. Zuhause angekommen konnte ich dann gar nicht mehr auftreten. Leider wurde das in den nächsten Tagen auch nicht viel besser 😦 .
Nun kannte ich die Probleme mit der Wade ja schon aus der Vorbereitung zum Berlin-Marathon.
Wobei ich nicht einmal genau sagen kann, ob es direkt die Wade ist.  Irgendwo zwischen Ende Achillessehne und Anfang Wade war der Schmerz.
Den Arztbesuch habe ich mir geschenkt, weil er sicher auch nicht mehr als die „Beine hochlegen“ vorgeschlagen hätte. Da ich wusste, dass eine Woche Ruhepause nicht ausreichen würde, mir aber zwei Wochen Ruhe zu lang waren, gab ich mir 10 Tage absolute Laufruhe. In diesem Zeitraum fiel dann auch eine Wurzelbehandlung mit Antibiotika. Gutes Timing würde ich sagen 😉 .
Anschließend fing ich langsam wieder an und zwar zuerst auf dem Laufband, um notfalls abbrechen zu können, ohne einen langen Heimweg zurück zu müssen 😉 .
Aber es ging schon ganz gut, nur zum Ende der ersten Einheit war noch leicht etwas zu spüren.
Nur einmal so zwischendurch. Ich weiß wieder warum ich es vermieden habe auf dem Laufband zu trainieren. Es ist todlangweilig und ich schwitze schon bei moderatem Tempo wie sonst nie. Es geht doch nichts über das Laufen in der Natur!

Inzwischen habe ich mich auch wieder herangearbeitet und am Sonntag bei Sonnenschein und angenehmen 13 Grad, war es ein Genuss endlich wieder im Wald laufen zu können. Die 28 km gingen hervorragend, ohne Zipperlein, wenn gleich noch im relativ langsamen Tempo.

Wie ich allerdings in knapp sieben Wochen das doppelte an Kilometern laufen soll ist mir noch nicht so ganz klar 🙂 .
Ich komme aber auch immer auf komische Ideen 🙂 .
Als ich mich entschlossen hatte, den Two Oceans zu laufen war ich noch relativ entspannt. Es waren ja auch noch reichlich Monate Zeit bis zum Wettkampf. Aber so allmählich macht sich schon etwas Unruhe breit, wie ich diese Distanz überhaupt bewältigen kann. Mindestvoraussetzung ist, dass ich mein Trainingsprogramm ohne weitere Störungen durchziehen kann und im Wettkampf werde ich dann einfach einen Fuß vor dem anderen setzen 🙂 .