Mal etwas anderes

Schon während der Ironman-Vorbereitung hatte ich mir vorgenommen, wenn der Saisonhöhepunkt vorbei ist, gehe ich in die Berge.
Nachdem hierfür im September das Wetter, zumindest an den Wochenenden, leider nicht so optimal war, kamen wir erst Mitte Oktober zu unserer ersten Bergwanderung.
Einmal im Jahr gehe ich mit fünf Kollegen in die Berge und so wollten wir bei herrlichem Wetter an den Spitzingsee, mit dem Ziel auf die Rotwand (1884 m) zu wandern. Weil es eine der bekanntesten Routen im Münchner Raum ist, machten wir uns recht früh auf den Weg und wählten den mit über 4 Stunden deutlich längeren Aufstieg, anstatt den viel begangenen kürzeren Weg. Diese Entscheidung war goldrichtig, denn wir trafen kaum auf andere Wanderer und konnten so die wunderbare Landschaft genießen 🙂 .

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Ich liebe die Herbstfärbung mit ihren unglaublich vielfältigen Farben.
Natürlich ist der Indian Summer in den Staaten noch spektakulärer und man sollte ihn auch mal bewundert haben, aber deutlich günstiger, damit auch öfter machbar und auch wunderschön kann man den Herbst auch in unseren Wäldern erleben 😉 .

Umso größer war dann der Schock, als wir dann bei der Rotwandhütte ankamen. Es war voll! Rappel voll!!! Wo kamen auf einmal all diese Menschen her?

IMG-20171019-WA0014Nach einer kurzen Rast machten wir uns weiter auf den Weg hoch zum Rotwand-Gipfel. Allerdings kam nicht so recht Freude dabei auf, denn der leichte Anstieg gestaltete sich wie ein Gänsemarsch Samstagnachmittag in der Fußgängerzone 😦 .
Trotzdem haben wir natürlich die grandiose Aussicht auf die umliegende Berglandschaft genossen und ein paar Gipfelfotos geschossen.


Für den Abstieg haben wir dann auch den kurzen Weg gewählt, weil ganz in der Nähe eine der besten Konditorei von ganz Oberbayern mit sagenhaften Torten auf uns wartete. 🙂 🙂 🙂

Kann es das mit dem Bergwandern in 2017 denn schon gewesen sein??
Natürlich nicht !!
Eigentlich hatten wir mit Freunden vor, am 500. Tag der Reformation gemütlich in der Sauna den Thesen Martin Luthers zu gedenken 😉 .
Nur war es wider Erwarten schon früh am Morgen strahlender Sonnenschein. Zwar knapp 3°, aber Sonne.  Da die Anderen trotzdem am ursprünglichen Vorhaben festhalten wollten, entschloss ich mich allein noch einmal in die Berge zu gehen. Mit Freude nahm ich meine Flexibilität und Spontanität zur Kenntnis 🙂 .
Mein Ziel war die Tegernseer Hütte, deren atemberaubende Lage mich schon vor vier Jahren beeindruckt hat.
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Durch den Abstimmungsprozess mit den Anderen kam ich etwas später auf dem Ausgangsparkplatz an und man sah deutlich, dass ich nicht allein die Idee hatte diesen tollen Tag für eine Bergwanderung zu nutzen 😉

Trotz Sonne war es mit knapp vier Grad immer noch frisch und im Schatten noch ein bisschen frischer. Da ich ja nun allein unterwegs war und mein Tempo selbst bestimmen konnte, sollte dies durchaus etwas flotter ausfallen. So machte ich mich an den Aufstieg , der besonders im unteren Bereich gleich steil losging und ich dabei richtig ins schwitzen kam. Ich Dummy, hatte allerdings nicht daran gedacht, mir für den Abstieg trockene Kleidung mitzunehmen.  Flachländer halt !!

Es machte richtig Spaß mit flottem Schritt andere Wanderer zu überholen.
Aber immer mit Blick auf den matschigen und dadurch auch rutschigen Weg und natürlich immer wieder auch ein Auge auf die tolle Natur und Zeit für Fotostops.
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Mit zunehmender Höhe wurde dann aus dem Matsch immer mehr Schnee, bis der Weg und die gesamte Umgebung vollständig in weiß gekleidet waren. Echt Schnee, das war richtig cool 😉 .


Nun stand eine Entscheidung an. Entweder auf dem normalen Weg weiter zur Hütte oder auf dem direkterem Weg mit Klettereinlagen hoch nach oben. Ich konnte mich daran erinnern, dass die Kletterpassagen vor vier Jahren für mich bei Trockenheit kein Problem waren. Das wird jetzt mit Schnee und zugegeben dafür nicht ganz optimalen Schuhwerk sicherlich etwas schwieriger. Da ich wie bereits erwähnt nur auf mich allein achten musste, beschloss ich es einfach zu versuchen. Und? Es war einfach grandios! Ich mag diese Herausforderungen sehr und den Kitzel etwas (für mich) nicht alltägliches, zu tun und die volle Kontrolle dafür zu haben, welchen Schritt man als Nächstes macht.
So kam ich dann auch wohlbehalten an der Hütte an, machte mich aber gleich weiter auf den Weg hoch zum Roßstein (1698 m) und ließ mich wieder von der überwältigenden Aussicht fesseln. Dann ging es wieder das kurze Stück hinunter zur Hütte und ich fand einen Platz auf der Sitzbank direkt über dem Abgrund. Bei dieser Hammeraussicht schmeckten die Wiener Würstchen und das Spezi besonders gut 🙂 .

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Und wieder Stand die Entscheidung an. Entweder wieder klettern wie auf dem Hinweg oder den etwas ruhigeren Weg, der bezeichnenderweise „Altweibersteig“ heißt wie die meisten Wanderer zu nehmen. Ich dachte ruhig und gemütlich kann ich auch wenn ich (noch) älter bin 😉 und wählte wieder die leicht kribbelnde Variante. Diesmal war ich aber doch froh, dass an den besonders anspruchsvollen Passagen Stahlseile gespannt waren. Durch die Sonne war der Schnee angeschmolzen und dadurch richtig rutschig geworden.
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Auf den dann flacher werdenden Abschnitten war ich dann wieder flotter unterwegs, was sich abends dann in den Knien bemerkbar machte. Auch die Hose und die Schuhe haben beim flotten Abstieg noch einmal ordentlich Matsch abbekommen. 🙂
Trotzdem ließ ich mich nicht davon abhalten der zweitbesten Konditorei am Tegernsee einen Besuch abzustatten und beendete diese schöne Bergtour traditionell mit zwei sehr leckeren Stücken Torte  🙂 🙂 🙂

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass dieses Bergwandern eine sehr schöne Ergänzung zum Triathlonsport ist und auch konditionell und muskulär durchaus anspruchsvoll sein kann. Es macht mir richtig Spaß, in so einer tollen Kulisse, als Stadtkind, die Natur zu genießen und unterwegs zu sein.

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Ein Vorhaben musste ich jedoch verschieben, aber für 2018 steht die Besteigung eines 3000-ers oben auf meiner Bucket-List 😉 .

 

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Die Luft ist raus

Es lag ziemlich auf der Hand, dass nach dem Finish beim Ironman Hamburg
sich eine gewisse Leere einstellen könnte. Ich hatte jedoch nicht vor in so ein Loch zu fallen,
sondern vielmehr wollte ich die Zeit danach einfach locker genießen. So freute ich mich darauf,
an den See zu fahren und ins Wasser zu gehen, nur um mich abzukühlen und ein paar lockere
Züge zu schwimmen. Oder ohne Kilometer- und sonstigen Vorgaben mich aufs Rad zu setzen und
die schöne Gegend zu genießen. Oder auch locker und leicht querfeldein einfach durch Wald
und Flur zu laufen.

Habe ich dann auch getan. Nur viel zu wenig !
Der September hatte, besonders an den Wochenenden im Süden der Republik, echt mieses Wetter
und hat sich als zusätzlicher Herbstmonat beworben. Mit der Regenmenge wurde er auch angenommen.
Beim Laufen ist es mir eigentlich egal, welches Wetter gerade ist, aber um am See zu liegen oder
beim Rad fahren brauche ich den Dauerregen nun wirklich nicht.
So wurde dann die Zeit nach dem IM, bis auf ein paar wenige Hallenbad-Besuche und
MTB-Ausfahrten,
ziemlich lauflastig.
Irgendwie machte sich dadurch zunehmend eine gewisse Unlust breit, die ich eigentlich gar nicht
haben wollte.
Und ausserdem war die off-season auch erst für November geplant.
Hinzu kamen gesundheitliche und berufliche Irritationen, die den Duchhänger weiter verstärkten.
In beiden Bereichen will ich jetzt im Oktober Klarheit schaffen, um dann zu sehen wie es weiter geht.
Sportlich habe schon wieder ein paar Ziele im Auge (die brauche ich aber auch als Anreiz zum trainieren).
Wobei es nicht immer die besonderen und außergewöhnlichen Events sein müssen.
Der ein oder andere
Halbmarathon hat sicher auch seinen Reiz. Ich freue mich jedenfalls
schon darauf, die Planung für 2018
in Angriff nehmen zu können (ist das Anfang Oktober
eigentlich nicht zu früh?).

Aber wie gesagt jetzt erstmal Klarheit schaffen, den Standort neu justieren und was auch
immer kommt,
wieder mit viel Elan und Freude begegnen.
Am Besten schon am 08.10.2017 mit dem Halbmarathon in München.

Ironman Hamburg – Die Premiere Teil 2

Die zweite Radrunde sollte es in sich haben.
Zunächst habe ich mich, wie auf der ersten Runde geplant, auf der langen Geraden durch den Tunnel, gleich nach dem Wendepunkt,  gut verpflegt.
Aber dann kam er, der Wind 😦 . Die Köhlbrandbrücke, die auf der ersten Runde kein Problem war, kam ich durch den Gegenwind kaum noch hoch und auch wieder runter von der Brücke musste ich kräftig treten, um auf etwas Geschwindigkeit zu kommen. Ich machte mich auf dem Auflieger so klein wie möglich, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu geben. Leider vergeblich 😦 . Somit zog sich die zweite Runde unendlich hin und raubte mir langsam aber sicher die Energie aus den Beinen.
Dementsprechend wurde es mit 6:55 Std. eine unterirdische Zeit auf dem Rad. 😦 :-(.

Aber ich wollte mich von der Enttäuschung und der Kraftlosigkeit nicht unterkriegen lassen. Dafür war keine Zeit , denn davon hatte ich bereits unterwegs zuviel weggeschenkt. Diesmal also mit Konzentration in den zweiten Wechsel, der auch etwas flotter wurde als der Erste 😉 , aber obwohl ich nur die nassen Socken und die Schuhe gewechselt habe, ist trotzdem viel Zeit ( über 8! Minuten) dabei draufgegangen.

Gleich zu Beginn des Laufens habe ich schon meine Oberschenkel gespürt, was mich aber trotz guter Vorsätze nicht davon abhielt, den Marathon wieder viel zu schnell anzugehen. Subjektiv fühlte es sich gar nicht zu schnell an, aber die Garmin zeigte mir Zeiten von 5:40 Minuten auf den ersten Kilometern an, die damit deutlich unter meinen Vorgaben lagen. So sagte ich mir, dass es höchste Zeit war, um mal wieder den Kopf einzuschalten, da sich ansonsten dieses Anfangstempo irgendwann rächen wird.
Und richtig, bei KM 20 war es dann auch soweit. Ich wollte mich einfach nur zu den vielen Zuschauern an die Alster legen, chillen und aus dieser Position den Verrückten beim Laufen zusehen. 🙂 🙂 🙂 . Nur ganz so schnell wollte ich dann doch nicht aufgeben ;-). Schließlich ist das hier ein Ironman und es war klar, dass diese Phasen kommen würden und überhaupt ist aufgeben keine Option.  Ich trabte also weiter und änderte meine Strategie. Geplant war, dass ich nur alle 10 KM die Verpflegungsstellen anlaufen wollte. Aber ab jetzt wurde jede Verpflegungsstelle genutzt. Gegangen beim Trinken und mit Schwämmen die Arme und Oberschenkel abgekühlt. Das funktionierte dann auch und ich konnte so durchlaufen, ohne weitere Gehpausen 🙂 . Man glaubt gar nicht wie lang einem dabei 2,5 KM von einer Verpflegung zur Nächsten vorkommen!
Was mir dabei sehr geholfen hat, war die wahnsinnige Euphorie an der Strecke. Volksfeststimmung auf der gesamten Laufrunde. Manche mögen es nicht so, aber für mich ist das einfach genial. Ich brauche so etwas, gerade wenn es richtig schwer wird. Und so eine Stimmung wie überall um die Alster habe ich noch nicht erlebt. Sorry Frankfurt und Roth aber die Zuschauer an der Laufstrecke in Hamburg waren unschlagbar  🙂 .
So habe ich dann auch die einzelnen Bänder für jede Laufrunde eingesammelt und mit dem vierten Band ging es auf die letzten Meter in Richtung Rathausmarkt. Hier ging der Geräuschpegel noch einmal deutlich nach oben, es war echt der Teufel los und ich schwebte, trotz aller Strapazen, förmlich über den IM-Teppich ins Ziel. Gänsehautfeeling aller erster Güte 🙂 🙂 .
Mit der Laufzeit von 4:27 Std., meine beste auf der Langdistanz, war ich dann auch wieder sehr happy. Mit der Gesamtzeit von 13:15 Std. allerdings nicht so wirklich.
Für Hamburg war von Anfang an nicht die Zielvorgabe eine besondere Zeit zu erreichen, dass hatte ich letztes Jahr in Roth für mich bereits geschafft, sondern die IM-Premiere in der Hansestadt zu genießen. Das ist mir wie beschrieben auch meistens gelungen 😉 .

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Fazit: Die Premiere ist gelungen. Insgesamt hat mir der IM-Hamburg noch besser gefallen, als ich im Vorfeld gedacht hatte und ich kann diesen Wettkampf wirklich empfehlen. Eine eindrucksvolle Schwimmstrecke. Der Radkurs für mich etwas unrhythmisch und windanfällig. Die Laufstrecke dann wieder genial, mit phantastischen Zuschauern.
                                           Den IM-Hamburg sollte man machen !  

P.S.: Wie geht es nun mit mir weiter??
Das verrate ich hier noch nicht. Denn erstens weiß ich es noch gar nicht und zweitens brauche ich ja noch Stoff für weitere Posts.

 

Ironman Hamburg – Die Premiere Teil 1

Hamburg empfing uns mit typisch norddeutschen Wetter. Es war nicht unbedingt kalt, dafür regnete es wie aus Kübeln. Die Wettkampfbesprechung am Freitag und auch der Bike check-in am Samstag waren eine ziemlich nasse Angelegenheit.
Den Rat einer erfahrenen Athletin folgend, packte ich die Radsachen mit Helm und Startnr. vorsichtshalber in zwei Plastikbeutel, falls es auch die Nacht durchregnen sollte. Eine Maßnahme, die später noch Auswirkungen haben sollte.
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Auf der Nudelparty gab es dann ein Wiedersehen mit bekannten Athleten aus den Trainingscamps und Wettkämpfen. Wenn ich an meinen ersten IM in 2013 zurückdenke, so haben die Vor- und Nachwettkampfverpflegung doch spürbar nachgelassen.

Abends im Bett kommen die Gedanken auf, ob die gesamte Vorbereitung nun gut und ausreichend war 😉 Auf jeden Fall kamen mir die vier Wochen längere Vorbereitungszeit sehr gelegen. Alles Weitere wird sich zeigen.
Der größte Fehler, den m. E. mehrfache Langdistanz-Finisher machen können, ist sich zu sagen, das ist alles halb so wild, du hast so etwas schon mehrfach geschafft und auch dieser IM wird schon klappen.
Nein, ich wollte mir den nötigen Respekt vor der Langdistanz bewahren und den Wettkampf mit der entsprechenden Einstellung angehen. Richtig Respekt hatte ich hingegen vor der ersten halben Stunde beim Schwimmen, den neben meinen eigenen „Schwierigkeiten“ kamen noch so einige Horrorgeschichten um die Binnen- und Aussenalster dazu 🙂 .

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Zurückhaltend wie ich bin, reihte ich mich für den Rolling Start (zum ersten Mal) sehr, sehr weit hinten ein. Viele Teilnehmer mögen diesen Rolling Start nicht. Ich finde es eine gute Sache. Entfernt vom üblichen Startgetümmel konnte ich mich „in Ruhe“ um meine Anlaufschwierigkeiten kümmern 😉 .  Wieder dauerte es (viel zu ) lange bis ich in den Rhythmus kam, aber dann konnte ich im Slalom an die vor mir schwimmenden Teilnehmern langsam vorbei kommen. Das Alsterwasser (einige hatten danach echte Probleme) und auch das Schwimmen unter den dunklen Brücken machte mir nichts aus und so kam ich nach 1:26 Std. aus dem Wasser. Ich nehme hier die offiziellen Zeiten, obwohl meine Garmin hiervon etwas abweicht. Die Schwimmzeit war o.k., auch wenn es gern zwei bis drei Minuten schneller hätte sein können 🙂 .

Ich fühlte mich gut und locker, lief in die sehr lange Wechselzone und zog mich rasch um. Klar, es dauert bei mir immer etwas länger bis ich startklar für die zweite Disziplin bin 😉 . Deshalb schnell weiter zum Rad und flott zum Ende der wirklich langen Wechselzone, um dann endlich aufs Rad zu steigen.  Zwei Meter vor Ende der Wechselzone fuhr mir der Schrecken in die Glieder. Ich hatte meine Startnummer nicht um !?! Da sie diesmal nicht am Rad hing, sondern in einem extra Beutel war, hatte ich sie schlicht vergessen 😦 . Was nun? Kurz überlegt, aber ohne Nummer wollte ich dann doch nicht losfahren.  Schnell habe ich das Rad einem Ordner in die Hand gedrückt und bin, so schnell es mit Radschuhen geht, den sehr, sehr langen Weg zurück gesprintet.  Den Jungs bei den Wechselbeuteln rief ich zu sie mögen doch den Radbeutel mit der Nr. 2358 raussuchen, was sofort allgemeine Heiterkeit auslöste. Ich rannte weiter ins Wechselzelt und sah ihn sofort. Unschuldig lag der weiße Beutel mit meiner Startnummer auf dem Boden.  Nun noch einmal die inzwischen gefühlt noch längerer gewordene Wechselzone wieder zurück zum Rad gelaufen.
Diese Slapstick-Nummer brachte mir eine erste Wechselzeit von immerhin 17:40 Minuten ein 😦 .

Entsprechend gut gelaunt machte ich mich endlich auf die Radstrecke.
Obwohl ich recht früh schon meine Oberschenkel merkte, ging es recht gut los. Über die berüchtigte Köhlbrandbrücke ging es erstaunlich locker rüber. Der Kurs ist recht wellig ohne große Anstiege, der allerdings seine Höhenmeter mit ständigem Auf und Ab einsammelt.   Beim Wendepunkt war meine Stimmung wieder sehr gut, denn mit einer Zeit von 3:15 Std. für die ersten 91 Kilometer war ich sehr zufrieden.

Wie es mir auf der zweiten Radrunde und weiter erging, wird in Teil 2 beschrieben. 😉

Olympische in Karlsfeld

Wie in den Vorjahren habe ich in Vorbereitung auf die nun doch schon fünfte Langdistanz lediglich einen Vorbereitungswettkampf geplant.
Allerdings diesmal nicht wie sonst immer die Olympische Distanz in Erding, weil sie mir für den IM in Hamburg ein paar Wochen zu früh war. Im letzten Jahr hatte ich mir schon die OD in Karlsfeld als Zuschauer angesehen und der Termin vier Wochen vor Hamburg war dann auch ideal.
Natürlich hätte man auch beide Wettkämpfe machen können, aber es passte terminlich einfach nicht und außerdem hat sich ein Vorbereitungswettkampf bisher auch gut bewährt 😉 .
Also Karlsfeld, ein kleiner, trotzdem gut organisierter und fast familiärer Triathlon, bei dem neben der OD auch die Sprintdistanz angeboten wurde.
Geschwommen wurde im Karlsfelder See, anfangs etwas frisch von der Temperatur, aber von der Wasserqualität echt gut. Nur was das Schwimmen betrifft gebe ich es langsam auf, mir Gedanken zu machen.
Egal was ich anstelle, die ersten 500 – 1.000 Meter schwimmt es sich einfach grauenvoll. Ich glaube inzwischen auch nicht mehr, dass es nur am Neo liegt, obwohl er diesen Winter noch einmal deutlich geschrumpft ist 😉 .
Ich bekomme einfach keine Luft, komme nicht in den Rhythmus und schwimme dann eben hauptsächlich Brust. Wenn ich nicht wüßte und es mir immer wieder selbst sage, dass es irgendwann besser wird, könnte ich nach 100m aufhören und nach Hause gehen. Ich weiß nicht, wo ich ansetzen soll, denn z. B. im Schwimmbad passiert mir das nie.
Aber die 1.500 Meter sind halt irgendwann und egal wie auch geschafft. Aber ich weiß auch, dass ich definitiv schneller ls 33 Minuten schwimmen kann.

Nun ging es aufs Rad und dort ( lief ) fuhr es deutlich besser. Die Strecke war relativ flach und absolut nichts für Bergfahrer 😉  ich mag es auf dem Auflieger zu liegen und kann das auch genießen. So gingen die 46 Km auch recht schnell vorbei. Mit einen Schnitt von über 30 Km/h war ich auch sehr zufrieden, obwohl ich damit eher bei den
schwächeren Fahrern angesiedelt war und weiß, diesen Schnitt werde ich auf der Langdistanz nicht halten können.

An den Wechselzeiten werde ich weiter arbeiten müssen, denn im Vergleich zu den anderen Teilnehmern, brauche ich deutlich mehr Zeit. Ich weiß nur nicht wofür ??

Auf der Laufstrecke wurde es zunehmend wärmer und einige Teilnehmer hatten mit der Temperatur von 28° schon sichtbar zu kämpfen. Mir kommt die Wärme eigentlich entgegen, denn je wärmer es ist, umso größer sind meine Chancen nicht als Letzter durchs Ziel zu gehen ;-). Das gilt insbesondere auch für die Langdistanz.
Mit gut 50 Minuten für die abschließenden 10 Km war ich wiederum sehr zufrieden und mit der Gesamtzeit von genau 3 Stunden konnte ich ebenfalls gut leben.

Das hört sich alles sehr zeitorientiert an, aber während des Wettkampfes schaue ich eher selten auf die Uhr. Allerdings abends auf dem Sofa finde ich die Auswertung schon recht interessant.

Fazit: Die OD in Karlsfeld ist ein schöner Triathlon, der mir weitere Erkenntnisse gebracht und Optimierungspotential aufgezeigt hat.

Es scheint, dass es in diesem Jahr nicht so richtig damit klappt, die Zielzeit, 4 Std. beim Marathon oder 3 Std. bei der OD zu unterbieten. Da bin dich doch mal auf den IM gespannt 😉

Da es ein bisschen mit dem Post gedauert hat 😉 befinde ich mich fast schon in der Taperingphase für Hamburg und die Aufregung steigt es stündlich.

Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich bei allen für ihre Geduld, die ich in den letzten Wochen und Monaten mit meinem Triathlontraining und -gerede genervt habe. Das Ende ist in Sicht, allerdings wir es vorher noch einmal richtig aufregend 🙂

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Tokyo

Eigentlich ist das hier ja ein kleiner Sport-Blog, aber ab und zu, wenn halt zu wenig Sport gemacht wurde 😉 finden sich auch andere Berichte hier wieder.
So wie jetzt von meiner Reise nach Tokyo.
Es war, nach der Teilnahme am Tokyo-Marathon 2012, mein zweiter Besuch dieser außergewöhnlichen Großstadt, die im Ballungsgebiet mit über 37 Mio. Einwohnern die Größte der Welt ist.
Grund des Besuches war nicht, dass ich so verückt nach Sushi bin, sondern ich wollte ganz einfach meine Tochter Denise wiedersehen.
Nach einigen Jahren in Frankreich (in denen ich die gleiche Zeitzone schätzen gelernt habe!) hat es Denise mit Macht wieder zurück nach Tokyo gezogen, wo sie jetzt bereits seit über einem halben Jahr wieder lebt.
Wie gesagt, es wurde Zeit, dass der Papa mal sieht, wie seine Tochter so wohnt und wo sie arbeitet. 😉 .
Der Hinflug über Helsinki gestaltete sich problemlos und dank ganz genauer Wegbeschreibung hat auch das Wiedersehen im Ortsteil Nippori gut geklappt.
Ich hatte es zwar schon gehört und über skype auch schon gesehen, aber trotzdem war ich überrascht von der neuen Wohnung, die für tokyoer Verhältnisse sehr groß ist. Die Wohnfläche hat sich gegenüber der Wohnung von 2012 gut verdoppelt.
Die ersten beiden Tage musste Denise noch arbeiten, sodass ich auf mich allein gestellt war. Es war sehr spannend, ich habe es genossen, war aber manchmal auch ein wenig orietierungslos 😉 .


Aber am Besten erkundet man die Gegend bekanntlich beim Laufen, was ich dann auch jeden zweiten Tag getan habe.

Zusammen haben wir natürlich auch die Touristenattraktionen wie z. B. das Rathaus, hier hat man in der 45 Etage eine kostenloseAussichtsplattform, die besonders bei Dunkelheit einen wahnsinnigen Ausblick auf Tokyo bietet, besucht.

Bei allen möglichen Schreinen haben wir uns angestellt, was in der goldenen Woche, drei Feiertage und das Wochenende, ( das sind für Japaner so viele freie Tage, als wenn bei uns Weihnachten und Ostern zusammen fallen ;-)) mit viel anstehen verbunden war, da ganz Japan unterwegs war.

Auch nach Yokohama, gleich nebenan und selbst mit fast 4 Mio. Einwohner die zweitgrößte Stadt Japans, wollte ich unbedingt noch einmal, da mir hier Chinatown und der Hafen beim ersten Besuch sehr gut gefallen haben.
Hier findet jährlich auch ein Triathlon-Weltcup statt, ein Grund um vlt. noch einmal wiederzukommen 😉

In Erinnerung bleiben auch unsere Ausflüge nach Enoshima, mit den tollen Stränden zu denen Denise zum surfen geht und Kamakura, ein ehemaliger Regierungssitz, mit seinen berühmten Shinto-Schreinen und der über 11 Meter hohen und über 93 Tonnen schweren Buddha-Statue (auf dem Foto im Hintergrund 🙂 ) .

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Weiter ging es i. S. Kultur mit einem Ganztagesausflug in die alt ehrwürdige Stadt Nikko. Keine 100.000 Einwohner, dafür randvoll mit historischen Gebäuden und Denkmälern und UNESCO-Weltkulturerbe.

Obwohl wir immer sehr lange auf den Beinen waren, brauchten wir bei soviel Kultur auch etwas körperlichen Ausgleich.
Da Denise wieder mit dem Schwimmen angefangen hat und das Schwimmbad in der Nähe war, bot es sich einfach an, dies auch zu nutzen. Ich war zwar vorgewarnt, aber dennoch waren einige Regeln etwas befremdlich. Die Schuhe vor betreten des
Bades ausziehen und schwimmen nur mit Badekappe war ja o.k.
Aber duschen ohne Shampoo und Duschgel fand ich schon komisch.
Auch das keine Sportuhren/Garmin erlaubt waren war etwas seltsam. Das Schönste war jedoch die Aufteilung des Schwimmbeckens.
Das ganze Becken war auf acht Bahnen abgeteilt. Die erste und größte Bahn war für Schwimmunterricht, Aquagymnastik usw. belegt.
Die Bahnen zwei bis vier waren, wie wir es kennen, zum normalen Bahnenschwimmen vorgesehen. Bitte beachten, auf der Bahn wird nicht überholt, dass war nur am Ende der Bahn erlaubt. Bahn fünf und sechs waren Einbahnstraßen und durften nur in eine Richtung geschwommen werden, auch hier galt Linksverkehr 🙂 . Das heißt jeweils am Ende musste man auf die andere Bahn wechseln um wieder zurückzuschwimmen.
Einmal hatte ich mich vertan und bin gegen den Strom geschwommen (wollte ich schon immer mal) was für richtig Stimmung und große Verwirrung gesorgt hat.
Bahn sieben und acht waren den Fußgängern vorbehalten. Das heißt in eine Richtung wurde gegangen, um dann auf der anderen Bahn wieder zurückzugehen.
Andere Länder, andere Sitten ;-). Dafür war die Wassertemperatur für mich sehr angenehm warm und bei Musik von Queen, Stones und Beatles usw. bin ich bisher auch selten geschwommen.
Verständlicher Weise gibt es natürlich auch keine Fotos aus dem Bad 🙂 🙂 🙂 .

Es waren wieder tolle Tage zusammen mit Denise und ich glaube die „Kinder“ können so alt werden wie sie wollen, die Eltern (besonders die Väter) sind erst beruhigt, wenn sie sich persönlich davon überzeugt haben, dass es dem Kind gutgeht 😉 .
Japan und Tokyo sind absolut sehenswert und ich könnte ganze Reiseführer darüber schreiben, möchte es aber hier bei der Empfehlung belassen 😉

Den Rückflug von Tokyo über London habe ich mit Air Arktik ( es stand zwar BA dran) gemacht, denn es war …kalt im Flieger und ich habe mir eine echte Männergrippe eingefangen.

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Bedingt durch das Fieber habe ich zehn Tage nicht trainiert, die ich aber inzwischen fast wieder aufgeholt habe.
Also werden sich die nächsten Posts hier wieder um Sport und seine Nebenwirkungen drehen. 😉

Manchmal geht es um Sekunden

Zuerst hatte ich vor, diesen Bericht zu teilen, weil es ja auch zwei sehr unterschiedliche Marathonhälften waren. Aber ein Marathon ist nun einmal keine zwei Halbmarathons und deswegen auch nur ein Bericht, dafür etwas länger, wie es sich für einen Marathon gehört.
Zur Überschrift, gerade im Sport können Sekunden entscheidend sein. Sie entscheiden über Rekorde, Siege, Niederlagen oder Enttäuschungen.

KM 34: Ich sah auf die Uhr und wusste, dass es jetzt richtig schwer werden würde. Nicht den Marathon selbst zu schaffen, da war ich mir ziemlich sicher, aber die angestrebte Zielzeit von 3:59 Std. zu erreichen, kamen jetzt Zweifel auf.
Aber fangen wir am Start an. Es waren frische 7° als sich die Läufer/-innen auf der Reichsbrücke aufbauten und den Start zum 34 Wien-Marathon entgegenfieberten.
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Aufgrund der Firmengruppen-Anmeldung war ich im 3. Startblock. Hier mussten wir noch weitere 15 Minuten warten, bis auch wir, nach der ersten und zweiten Gruppe,
auf die 42 KM geschickt wurden. Über die volle Reichsbrücke und damit über die Donau hinweg mit all den Läufern/-innen hatte schon ein klein wenig von New York 🙂
Zum ersten Mal lief ich einen Wettkampf mit jemand Anderen zusammen. Ich hatte in der Vorbereitung viele Läufe mit meinem Kollegen Karl gemacht und dabei kam der Entschluss gemeinsam mit einem Schnitt von 5:40 Min/km die 4 Stundenmarke anzugehen. Die ersten Km über die Brücke und im Prater liefen trotz der vielen Teilnehmer recht gut, aber dann wurde es zunehmend enger auf den Straßen und man bekam eine Vorstellung davon, dass hier immerhin 42.700 Läufer/-innen auf der Marathon- und Halbmarathondistanz unterwegs waren.
Trotzdem spulten wir die Km kontinuierlich im Bereich von 5:20 – 5:30 Min/km ab. Unterbrochen nur von mir, wenn ich wegen der Abstecher ins Gebüsch mit einer kleinen Tempoeinlage von 4:50 Min/km wieder an meinen Kollegen heran laufen musste 🙂 🙂 🙂 .
So flogen die Km an uns vorbei und schneller als erwartet hatten wir die Halbmarathonmarke erreicht. Die KM 20 und 21 waren leicht abschüssig und damit ideal für den Endspurt ins Ziel. Aber es lag die gleiche Strecke noch einmal vor uns. Die erste Hälfte hatten wir in guten 1:57 Std. geschafft und etwas euphorisch rief ich meinen Freund Karl zu, dass es mit dem Teufel zugehen müsste, wenn wir die zweite Hälfte nicht in 2:03 Std. schaffen würden. Das hatte dieser wohl gehört, Den Teufel meine ich, nicht Karl und der wollte diese Aufforderung nicht auf sich sitzen lassen. Schon bei KM 29 meldete er sich zum ersten Mal. Karl machte mir klar, dass er das Tempo, obwohl wir inzwischen bei 5:50 Min/km waren, nicht länger mithalten konnte. Er schickte mich mit den Worten, ich solle ja nicht langsamer werden, allein weiter.
Nur das war leichter gesagt als getan. Es wurde zunehmend wärmer und ich wurde zunehmend langsamer 😦 . Obwohl ich ab Km 10 regelmäßig getrunken hatte und bei
Km 15 und 25 jeweils ein Gel genommen hatte, wurde der langsame Zerfall zusehens auf der Uhr sichtbarer.
Ich weiß nicht, ob die Gel-Einnahmen für mich so richtig ist. Im Training ist alles super, aber im Rennen habe ich immer wieder Probleme damit. Wie schon beim Havanna-Marathon, hatte ich auch in Wien ein bis zwei Kilometer nach der Gel-Einnahme Probleme, aber nicht mit dem Magen , sondern mit dem Herzkreislauf. Danach war es jedoch jedes Mal wieder gut und es lief dann auch eine Weile wieder besser. Ganz auf Gel möchte ich bei den längeren Distanzen aber auch nicht darauf verzichten. Also weiter ausprobieren.
Also bei Km 35 das letzte Gel eingeworfen und gut mit Wasser nachgespült. Jetzt wurde es richtig schwer. Denn auch nach zwei Kilometern zeigte das Gel keine Wirkung . Hinzu kamen jetzt auch Kniebeschwerden , da auch die Beinmuskulatur nachlies.
Was war noch einmal der Grund warum ich das hier mache??? Sicher nicht, weil ich es kann 😉 .
Der Havanna-Marathon war schuld.

Ich war im Vorfeld gut drauf. In München beim Halbmarathon eine 1:47 Std. sollte eigentlich reichen. Daraus wurde bekanntlich nichts auf Kuba. Da kam der Wien-Marathon mit der Firmen-Laufgruppe gerade recht, um es einmal noch besser zu machen.Ausserdem hatte ich nachgeschaut und musste weit zurückschauen, wann ich das letzte Mal unter 4 Std. gelaufen war. Das war je einmal in 1997 und 1998 !
O. k. dazwischen lagen war auch 10 Jahre Marathonpause.
KM 41= Sollte es jetzt leicht abschüssig gehen ins Ziel gehen?? Das Gegenteil war der Fall. Die beiden Halbmarathonstrecken waren eben doch nicht gleich. Es soll helfen, wenn man sich vorher etwas mit der Strecke vertraut macht. Jetzt ging es leicht, sehr leicht bergan und dazu kam spürbarer Gegenwind. Der Wind war während des ganzen Marathons gegenwärtig. Wie dem auch sei, ich war inzwischen völlig fertig und mir war längst klar, dass es mit einer Zeit von unter 4 Std. nichts werden wird.
Einen Adrenalinschub durch die Menge jubelnder Zuschauer gab es noch einmal. Besonders laut wurde es 500 m vor dem Ziel, als die Kollegen, die den HM gelaufen waren, mich frenetisch anfeuerten (sie hätten vlt. 1,5 Km vor dem Ziel stehen sollen 😉 .
Ein letztes aufbäumen, einmal noch die Beine in die Hand nehmen und völlig unkoordiniert noch ein paar Läufer überholen. Waren die etwa noch fertiger als ich? Nein, dass ging nicht, ich gklaube die haben einfach den Zieleinlauf genossen, wie es eigentlich sein sollte 🙂 .
Also durch den Zielbogen , über die Zeitmessmatten, auf die Uhr gedrückt und……
                                                         4:00:06 Std. !
Kann das war sein? Lächerliche 6 Sekunden zu langsam!

O.k. ich hatte bereits mit deutlich mehr gerechnet. Aber jetzt, wo es doch nur 6 Sekunden waren, war es doch etwas ärgerlich. 
Traurig, unzufrieden, verärgert? Nein, nicht wirklich. Es bin immerhin meine drittbeste Zeit bei einem Marathon gelaufen. So schnell war ich seit 1998 nicht mehr. Dreimal!!! war ich im Gebüsch ( Info an mich: nicht mehr soviel Kaffee zum Frühstück oder einfach mal richtig schwitzen 😉 ). Ich habe wirklich alles gegeben und das ist es doch letztendlich was zählt.  Dazu zeigte mein Garmin eine Strecke von 42,7 KM an.
Also 500 m zuviel gelaufen. Kann es sein, dass die Büsche so weit weg waren??? 

Mein Freund Karl kam übrigens, zwar auch sehr geschafft, aber in für ihn zufriedenstellenden 4:08 Std. ins Ziel. Auf das Stück Wiener-Sachertorte, dass ich ihn für seinen erfolgreich absolvierten 70! Marathon versprochen hatte, habe ich ihn gern eingeladen. 
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Nun das obligatorische Fazit: Aus dem zunächst unrealistischen Ziel, die 4 Std-Marke noch einmal zu unterbieten, wurde dann doch, auch Dank meiner Laufkollegen, ein ernsthaftes Projekt (eigentlich mag ich dieses Wort nicht mehr, da ich mich ständig auf der Arbeit damit herumschlagen muss 😉 ) dass fast erfolgreich abgeschlossen wurde. Allerdings muss ich auch sagen, dass das verstärkte umfangreichere Lauftraining spürbar auf die Knie ging. Ich wurde wieder deutlich daran erinnert, warum ich in 2013 mit dem Triathlon angefangen und mich gleich auf die Langdistanz gewagt hatte.
Jetzt liegt der Fokus natürlich auf dem Ironman in Hamburg, denn während ich das hier schreibe sind es deutlich unter 90 Tage bis zum Start. 
Ich will jetzt, nach dem Besuch bei meiner Tochter in Tokyo, so viel wie möglich aufs Rad, auch wenn das Wetter weiter nicht so mitspielt. Auf der anderen Seite ist der Mai uns noch einige Sonnenstrahlen schuldig und jetzt wäre genau die Zeit um seine Schulden zu begleichen 🙂 .

update: Inzwischen hat unter optimalen Voraussetzungen ein durch Nike gesponserter Versuch stattgefunden, die Marathonmarke von 2 Std. zu knacken.
Trotz einer fantastischen Leistung wurde die 2 Std. Schallmauer um 30 Sekunden überschritten.  Wie gesagt manchmal geht es um Sekunden.
Dennoch bin ich ganz froh, denn früher, viel früher hatte ich mir mal gesagt, wenn die Elite doppelt so schnell läuft wie ich, dann ist es wohl besser mit dem Marathon aufzuhören. Hat er zum Glück (noch) nicht geschafft 😉 Und außerdem braucht er sich nicht ganz so ärgern, weil seine Zielunterschreitung doch deutlich größer war als meine 🙂 
2. update: auf dem Rückflug von Tokyo hat es mich dann erwischt. Männergrippe und das bei aktuell sonnigen 25 ° :-(((((