Die andere Seite

Ich hatte ganz kurzfristig entschlossen mich ein paar Freunden anzuschließen und einmal die andere Seite einer Langdistanz kennenzulernen.
Und zwar als Zuschauer 😉
Es ist schon unglaublich. Ich habe an fünf Langdistanzen teilgenommen, aber ich bin noch nie als Zuschauer dabei gewesen. Also wurde es höchste Zeit 🙂 .

Um auch beim Schwimmstart dabei zu sein, war bereits Sonntagmorgen! um 4:30 Uhr Abfahrt aus München. Aber es hat sich mehr als gelohnt.
Auf der vollbesetzten Brücke zu stehen und auf den Main-Donau-Kanal herunter zu schauen und die Atmosphäre so kurz vor dem ersten Startschuss aufzusaugen, hatte schon etwas ganz besonderes.

Da in Roth in Gruppen und mit Minutenabständen gestartet wird, konnte man von oben gut erkennen, dass es nur kurz nach dem Start etwas eng zuging und das schon nach kurzer Zeit eigentlich ruhiges und ungestörtes Schwimmen möglich war.
Komisch, ich kann mich nur daran erinnern, dass ich gefühlt von tausend Schwimmern/-innen umgeben war und es recht wuselig zuging 😉 .
Schade, dass ich ein so schlechter Fotograf bin, denn die Schwimmer/-innen wie Perlen aufgereiht von oben im Kanal zu sehen, hätte bessere Fotos verdient.

 

Auf der Brücke haben wir dann gesehen wie die Profis und auch schon ein paar Altersathleten auf dem Rad sich daran machten die 180 Km so gut und so schnell wie jedem möglich in Angriff zu nehmen.

Wir wanderten derweil gemütlich durch den Ort zum wohl berühmtesten Hotspot der Triathlonwelt.
Den Solarer Berg
Die brodelnde Stimmung, die vielen tobenden Zuschauer, die aufputschende Musik aus den großen Lautsprechern, dass alles hat mich schlichtweg umgehauen.
Mit viel Glück habe ich noch ein kleines Plätzchen, da wo es etwas steiler wurde, am Berg gefunden, um mit Spannung auf die ersten Profis zu warten.
Durch die Menschenmassen konnte man sie zwar noch nicht sehen, aber der Jubel wuchs, je näherer sie kamen, frenetisch an und die kleine Gasse zum durchfahren kam immer näher auf mich zu.
Ich habe es zweimal als Teilnehmer erlebt und damals eigentlich nur gebetet „hoffentlich machen die den Weg frei“ „hoffentlich machen die den Weg frei“.
Die tolle Erinnerung daran, war sofort wieder da und auch als begeisterter Zuschauer kannst und sollst du dich der Magie des Solarer Berges nicht entziehen.
Mindestens zehn Zentimeter Gänsehaut und das durchgängig, so lange bis du wieder vom Berg heruntersteigst.
Sicher sind auch einige Teilnehmer dort verbissen oder verängstigt hochgefahren, aber die Meisten hatten ein strahlendes Lächeln im Gesicht oder wurden sogar von Freudentränen überwältigt.

Ich kann nur jedem raten dort einmal live, egal ob als Zuschauer oder als Teilnehmer (noch intensiver), dabei zu sein. Ein Erlebnis das tief in Erinnerung bleiben wird.
Leider kann ich hier keine Videos hochladen und auch die Bilder können nicht annährend die Stimmung wiedergeben, die man dort erlebt, wenn man live dabei ist.

 

Um emotional zwischendurch mal wieder etwas runterzukommen, wurde mit Rührei, Schinken und Kaffee erst einmal ordentlich gefrühstückt.
Während sich die Athleten auf der Radstrecke befanden, wollten wir die Zeit nutzen, um selbst etwas Sport zu treiben. So ging es zurück zum Schwimmstart, wo das Auto geparkt war, um die Schwimmsachen zu holen und im nahe gelegenen Rothsee selbst ein bisschen zu schwimmen.

 


Eine willkommene Abwechselung und Abkühlung. Nur zu gut konnte ich nachempfinden wie es den Athleten dort draußen auf der Radstrecke ging,
denn inzwischen war es richtig warm geworden.
Echtes Langdistanz-Wetter eben 😉 .

Nach einem kurzen Rundgang über die Expo, die sich in den letzten beiden Jahren deutlich vergrößert hat, ging es dann ins Stadion (die haben hier echt ein eigenes Triathlonstadion aufgebaut), um mit Spannung und voller Begeisterung die ersten Männer einlaufen zu sehen.
Das Sebastian Kienle( in 7:46 Std.) gewinnen wird, war spätestens auf der Laufstrecke klar, aber dass Andres Dreitz bei seiner zweiten Langdistanz das Rennen
auch als Zweiter beenden wird, war schon eine Überraschung.
Die noch größere Überraschung aber gab es bei den Frauen. Hier hat sehr lange die sympathische Britin Lucy Charles, mit neuem fantastischen Schwimmrekord,
geführt, bevor sie auf den letzten Metern im Marathon von Daniela Sämmler überholt wurde, die in neuer Deutscher Bestzeit gewann.
Es war fast ein Zielspurt, denn es trennten die Beiden, sich bis zum letzten verausgebenden Top-Sportlerinnen, nur ein paar Sekunden.
Die ganze Zeit begleitet von einem völlig ausrastenden Publikum.
Alle befragten Profis und AK-Athleten beteuerten, dass die Zuschauer an der Strecke und im Stadion einen großen Anteil daran hätten und mit ihren Anfeuerungen dazu beigetragen haben, dass sie das Rennen erfolgreich beenden konnten.
Dem kann ich nur beipflichten.
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Aber auch der begeisterte Zuschauer braucht mal eine kurze Pause 🙂 .
Frisch gestärkt ging es dann wieder ins Stadion, um die einlaufenden Finisher zu bejubeln. Jeder Einzelne wurde hier für seine Leistung begeistert gefeiert.
Ob man im Stadion beim Zieleinlauf allerdings seine Kinder und/oder Partner/-innen
an die Hand nehmen muss, ist Geschmacksache.
Mir gefällt das nicht so, da nachfolgende Athleten tw. bei ihrem Zieleinlauf behindert wurden oder Kinder auf ihrem Zielfoto hatten, von denen sie bislang gar nichts wussten 🙂 .

Leider konnten wir das legendäre Feuerwerk zum Zielschluss nicht mehr miterleben, da wir uns dann doch vorher auf den Heimweg machen mussten.

Fazit: Auch als Zuschauer war es ein langer und durchaus anstrengender Tag und ich bin froh auch einmal die andere Seite der Faszination der Challenge Roth und des ganzen Landkreises miterlebt zu haben.
Noch ganz geflasht von den sportlichen und mentalen Leistungen der Teilnehmer ( habe ich das wirklich selbst auch schon geschafft??),
muss ich gestehen, dass es ganz tief in mir doch ein bisschen gekribbelt hat 😉 .

P.S.: Jetzt kann ich noch besser nachvollziehen, was meine Tochter Denise zweimal in Roth als Supporterin geleistet hat und sage einfach noch einmal vielen Dank dafür :-).

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Zell am See Teil 2

Nun war es an der Zeit, die Radstrecke des 70.3 Zell am See in Augenschein, bzw. unter die Räder zu nehmen.
Leider mussten wir zu Beginn ein Stück auf der Bundesstrasse fahren, die natürlich nicht, wie am Renntag, abgesperrt war.
Ich muss sagen, dass ich ja inzwischen auch schon einiges bei meinen Radausfahrten erlebt habe. Aber so rücksichtslosen und aggressiven Autofahrern bin ich bis dahin noch nicht begegnet 😦 .
Nach dem Überholen wurde Zentimeter vor der Gruppe wieder eingeschert und so die ganze Gruppe zu Vollbremsungen gezwungen. Leider kein Einzelfall und es ging soweit, dass einige Teilnehmer entnervt die Ausfahrt abbrechen wollten.
Ich war jedenfalls tief erschüttert, dass Menschen für ein paar Sekunden Zeitvorteil rücksichtslos die Gesundheit anderer massiv gefährden :-(((( .
Dann war es zum Glück überstanden und wir konnten auf kleineren Nebenstraßen die wunderbare Bergwelt genießen.

 


Der Genuss war für mich aber bald vorbei, denn dann ging es los mit dem Anstieg. Auf insgesamt 13 Kilometern ging es zunächst mit 6% Steigung moderat los. Die letzten
2 Kilometer bis zum höchsten Punkt der Strecke, dem Filzensattel auf 1.286 m , haben es mit bis zu 14 % Steigung dann ( für mich als Flachländer) aber in sich.
Manchmal mache ich mir das Leben auch einfach selbst schwer. Denn am steilsten Teil der Strecke wollte ich endlich aufs kleinste Ritzel runter schalten.
Das aber irgendwie so ungeschickt, dass die Kette absprang. Somit trat ich ins Leere und mangels Vortrieb kippte ich in Zeitlupe um 😦 .
Ich habe mich recht schnell wieder aufgerappelt (kurz die Schulter gescheckt) die Kette wieder aufgelegt und versucht, an der Steigung wieder in Tritt zukommen.
Einige meiner Mitfahrer scheint es jedenfalls amüsiert zu haben.

Ich bin mir heute, einige Tage danach, immer noch nicht sicher, ob ich so etwas im Rennen haben möchte. Nein, ich meine nicht das Umfallen, sondern im Wettkampfmodus die Berge hochfahren 🙂 .
Aber die Entschädigung folgte auf dem Fuße. Nach einem kurzen Stop fürs „Gipfelfoto“ ging es an die Abfahrt. Die Guides mahnten uns noch einmal eindrücklich nicht permanent in die Bremsen zu greifen, denn im Rennen gab es bei der Abfahrt einige Bremsschäden durch Überhitzung. Ein Tipp, den ich gern annahm und es bergab dann laufen ließ. Nur mit einem lokalen Guide vor mir konnte ich die Abfahrt so richtig genießen.
Habe ich schon einmal gesagt, dass ich das Abfahren am meisten liebe 🙂 .
Ich mache mir aber auch nichts vor, dass ich die Zeit, die ich beim hochfahren verliere, auch nur annähernd bei der Abfahrt wieder aufholen kann.
Nachdem alle Teilnehmer wohlbehalten unten angekommen waren, machten wir uns in der geschlossenen Gruppe daran den See zu erreichen.
Durch welliges Gelände auf den nächsten 50 Km kamen wir zügig voran. Die Locals versicherten uns, dass auf diesem Streckenabschnitt der Wettkampf entschieden wird und am Ende die vorn dabei sind, die es hier schaffen, trotz der vielen kleinen Wellen, dass Tempo gleichmäßig hochzuhalten.
Am See angekommen bot sich ein wirklich klischeehafter Postkartenanblick und der Cappuccino schmeckte gleich doppelt so gut.

 


Abschließend bleibt für mich festzuhalten, dass es eine sehr interessante Radstrecke ist, ich aber, um diese auch im Rennen fahren zu können, schon noch ein paar Höhenmeter auf dem Rad machen sollte 😉 .

Am letzten Tag stand dann noch das Schwimmen im inzwischen wärmer gewordenen See an. Nachdem ich es wider erwarten doch noch geschafft habe in meinen Neo zu kommen, ich schwöre, dass er wirklich jeden Winter mehr einläuft, war das
erste Mal wieder im Freiwasserschwimmen zwar ungewohnt, hat mir aber trotzdem Spaß gemacht.
Ja, richtig gelesen, dass Schwimmen im See hat mir Spaß gemacht 🙂 .

Insgesamt war es ein interessantes Triathlon-Camp mit Schwerpunkt auf die Mitteldistanz. Ich konnte doch noch einiges an Wissen mitnehmen und
habe wieder interessante und nette Menschen kennengelernt. Etwas schmunzeln musste ich schon, mit was für hochwertigem Equipment die Teilnehmer/-innen
unterwegs waren, die bisher Sprint- bzw. Olympischen Distanzen bestritten hatten.
Da komme ich dann schon sehr old school daher, was vlt. doch am Alter liegt, denn die anderen Teilnehmer/-innen waren meist halb so alt wie ich 😉 .

Fazit: Frank geh einfach häufiger radfahren und schwimmen !!! 🙂 🙂 🙂

Zell am See

Da ich mich frühzeitig entschlossen hatte im Jahr 2018 (eigentlich ja gar nicht mehr) keine Langdistanz zu machen, bestand auch keine Notwendigkeit im Frühjahr an einem Trainingslager teilzunehmen. Darüber war ich auch gar nicht böse, denn so nach fünf Jahren hintereinander haben Mallorca und auch Fuerteventura ihren Reiz verloren. Es war mir inzwischen alles schon zu vertraut geworden und der Reiz des Neuen ist irgendwie weg. Trotzdem war es ein komisches Gefühl nicht dabei zu sein, als im März und April Freunde und Bekannte über ihre Trainingslager in den sozialen Medien berichteten 😦 .

Im nachhinein war es, natürlich besonders wegen der Schulterverletzung, die richtige Entscheidung, denn ein echtes TL wäre zu diesem Zeitpunkt auch nicht möglich gewesen.

Die Trainingswiederaufnahme gestaltete sich, wie hier bereits berichtet, doch etwas schwierig und mühselig. Besonders beim Schwimmen und Radfahren bestehen noch deutliche Defizite 😦 .
So kamen die zwei Wochen Urlaub ab Pfingsten wie gerufen, um endlich wieder mal Sport zu machen. Oder wäre es mal eine Abwechslung Urlaub unter Palmen und am Strand und Meer zu machen 😉 , zumal ein großes Triathlonziel für 2018 ohnehin nicht geplant ist. Diese Überlegung währte nur kurz und es war klar, dass die Palmen noch etwas warten müssen, denn ich wollte mich einmal wieder richtig sportlich betätigen.

Durch Zufall entdeckte ich ein viertägiges Triathloncamp (kein TL) in Zell am See, u. a. mit Besichtigung der Radstrecke des IM 70.3. Ich hatte Glück (oder es lag an meiner Überredungskunst 😉 ,  dass mich die Leiterin für das eigentlich ausgebuchte Camp noch kurzfristig mit aufnahm.


War die Anreise am Donnerstag noch im strömenden Regen, so wurde das Wetter von Tag zu Tag besser und wir hatten dann optimale Bedingungen. So sollte es sein 🙂 .
Bei der Vorstellung des Programmablaufs lernten wir auch mit Heinz http://www.bede-kraut.at/ unseren sportlichen Leiter kennen. Ein studierter Sportwissenschaftler, der neben hoher fachlicher Kompetenz, in den 90-iger Jahren einer der besten Triathleten Österreichs und zweifacher Hawaii-Teilnehmer war.

Dann ging es auch gleich zum ersten Schwimmtraining  in den Pool. Wer wollte konnte sich einen der Neos von Sailfish  zum Testen ausleihen. Ich habe dann auch gleich das Flagschiff von Sailfish den Ultimate probiert und ich muss sagen, dass es im Vergleich zu meinem günstigen, engen Einsteigermodell  Welten liegen. Es wäre allerdings auch seltsam, wenn es nicht so wäre, denn für das gute Stück, wären immer noch, trotz Camp-Rabatt, über € 900,– zu berappen gewesen 🙂 .  So war es nett einmal so ein edles Topmodell ausprobiert zu haben.
Viel wichtiger war für mich, endlich einmal, nach fünf Langdistanzen, unter professioneller Anleitung zu trainieren und direktes Feedback zur eigenen Technik zu bekommen. Da konnte ich einiges zur Verbesserung meines Techniktrainings und Übungen zur Wasserlage mitnehmen. Obwohl, ganz so viel zu kritisieren gab es gar nicht. Das mag am Neo gelegen haben 😉 oder es war so viel was komisch aussah, dass gar nicht alles angesprochen wurde 🙂 . Aber eigentlich muss ich wohl einfach nur mehr schwimmen !!

Die folgenden Tage waren gespickt mit weiterem Schwimmtraining, Radausfahrten, Laufen und auch Lauftechnik. Zusätzlich, sehr interessant, haben wir bei Feldenkrais hineingeschnuppert. Davon hatte ich zwar schon gehört, aber die Übungen dann in der Praxis auszuprobieren, war schon spannend und ich werde mich mit dem Thema etwas mehr beschäftigen.
Hatte ich schon erwähnt, dass wir in einem absoluten Wohlfühltempel  https://www.tauernspakaprun.com/  untergebracht waren. Nicht nur die Zimmer, der große Wellnessbereich, sondern auch die Küche waren vom Allerfeinsten. Hier passte einfach alles. Nur abnehmen konnte man hier vergessen 😉 .

Mit gut gefüllten Speichern machten wir uns dann daran die Radstrecke des 70.3 Zell am See zu erkunden.
Hierüber berichte ich dann im 2. Teil.

 

Berlin

Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin!
So klingt ein alter Fußballgesang zum jährlichen Pokalendspiel in Berlin 🙂 .
Dabei fällt mir ein, dass es unter Triathleten schon verpönt ist,
wenn man den gemeinen Fußball als Sport mag. Etwas was ich gar nicht verstehen kann.
Ich oute mich gern als Fan, denn ich habe über 25 Jahre selbst, wenn auch nicht gut,
dafür umso leidenschaftlicher, Fußball gespielt 😉 . Das ist für mich, da ich auch Triathlet bin, überhaupt kein Widerspruch!
Aber ich will ja gar nicht zum Pokalendspiel nach Berlin 😉 .
Viel besser, denn es hat doch noch geklappt und ich habe einen Startplatz für den Berlin-Marathon erhalten. Ich freue mich riesig und schwups hat der 16.09.2018 einen besonderen Platz in meinem Kalender!
Ich bin echt froh wieder ein aufregendes, sportliches Ziel vor Augen zu haben und außerdem habe ich an den Berlin-Marathon ganz besondere Erinnerungen.
Dort bin ich 1997 meinen Zweiten und 1998 meinen dritten Marathon, mit Bestzeit, gelaufen.
Kein Wunder, dass ich diesen Lauf mit der ganz besonderen Atmosphäre (ich bin nun mal kein Typ für die kleinen Wald- und Wiesenmarathons 😉 in sehr guter Erinnerung habe.

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Zum Glück habe ich noch vier Monate Zeit um wieder in Form zu kommen.
Denn die werde ich, wie es aktuell aussieht, auch dringend brauchen!
Am Wochenende z. B. wollte ich endlich einmal wieder einen längeren Lauf machen und hatte dabei große Mühe, mit meinen beiden Kollegen, die bereits für einen Marathon trainieren, mitzuhalten.
Zu meinem Glück waren sie gnädig und haben sich meinem Schneckentempo angepasst 😉 .
Nach 15 Km habe ich sie dann von der Leine gelassen und bin dann die restlichen 5 km allein nach Haus getrabt.
Kaputt und etwas niedergeschlagen, dass es mir so richtig schwerfiel, aber trotzdem auch froh und glücklich überhaupt die 20 Km wieder geschafft zu haben.

Es ist noch ein langer Weg nach Berlin und ihr seid herzlich eingeladen mich dabei zu begleiten 😉

Schwimmen

Ich habe mich schon richtig darauf gefreut.
Und wenn ich mich aufs Schwimmen freue, dann will das schon etwas heißen 🙂
Ich hatte mir vorgenommen im April wieder ins Becken zu steigen und das habe ich
dann auch gemacht.
Brustschwimmen ging dann erwartungsgemäß auch schon wieder ganz gut.
Die ersten Kraulbewegungen hingegen zeigten jedoch deutlich, dass die lädierte
Schulter bei weitem noch nicht wieder voll funktionsfähig ist. Jeder Kraulzug mit links
war noch schmerzhaft und so wurde es erst einmal ein Wechselspiel zwischen Brust- und Kraulschwimmen.
Das hatte ich mir offen gestanden doch etwas leichter vorgestellt. 😦
Rückenschwimmen geht von der Bewegung her noch gar nicht 😦 😦
So kamen beim ersten Versuch knapp 1.000 m zusammen.
Aber es ist ein Anfang und bis zum Fuschlseecrossing mit 4,2 Km, ja ich will Fuschlman werden 🙂 , im August ist ja auch noch etwas Zeit 😉 .

update: Da trotz intensiver Bemühungen meiner sehr engagierten Physiotherapeutin und mir, es uns nicht gelingt die letzten ca. 20% der Schulter zu mobilisieren, werde ich nächste Woche noch einmal den Orthopäden aufsuchen, um zu checken, ob tatsächlich alles so wieder zusammengewachsen ist, wie es sein soll.
Vielleicht muss ich mich ja nur bei meinen täglichen Übungen etwas mehr anstrengen 😉
Daumen drücken

Hier schon einmal ein paar Bilder vom schönen Fuschlsee im Winter

Die erste Radtour

Eigentlich wollte ich ja über etwas anderes berichten, aber manchmal kommt einem einfach das Leben dazwischen.
Diesmal in einer besonders angenehmen Form und mit Namen Norbert. So hieß das Hoch, dass uns am Wochenende sommerliche Temperaturen bescherte.
So wurde es höchste Zeit am Sonntag mich endlich zu trauen und die erste richtige
Radtour zu unternehmen.
Um es vorweg zu nehmen, es war einfach herrlich. Bei strahlend blauen Himmel und mehr als angenehmen Temperaturen ging es an goldgelb blühenden Rapsfeldern vorbei. Alles sprießt, blüht, wächst und gedeiht.


Einfach herrlich.
Nur das Radfahren selbst hätte ich mir etwas angenehmer vorgestellt. Aber es ging noch ganz schön in die lädierte Schulter, insbesondere wenn ich versucht habe mich auf dem Auflieger zu legen.
Aber egal, ich habe den Rückweg trotzdem um 10 Km verlängert, einfach weil es Spaß machte (und ich die 100 Km vollmachen wollte :-)) .

Dabei ist mir gleich eine Challenge für Mai eingefallen. Zur weiteren Stabilisierung der Schulter werde ich im Wonnemonat täglich planken. Es wäre ja gelacht, wenn wir die restlichen 20% nicht auch noch wieder hinbekommen 🙂 .

Auf jeden Fall kann es mit dem Frühling zu weitergehen, sodass wir mit viel Freude und Sonne weitere schöne Radausfahrten unternehmen können.

Grünes Licht, aber…

… mich hat eine tiefe Unlust befallen 😦 .

Es brauchte nicht viel Überredungskunst für den Doc. Nachdem ich ihn Mitte Februar überzeugen konnte, dass sich das Laufen nicht negativ auf die lädierte Schulter auswirkte und ich keinerlei Probleme dabei hatte, gab er mir grünes Licht für die Wiederaufnahme des Lauftrainings.
Die ersten Läufe waren nicht wirklich spritzig und dynamisch, eher verhalten und langsam. Aber immerhin konnte ich die Läufe schon wieder bis zu einer Länge von
15 KM ausgedehnt.

Dann habe ich, wie viele Andere auch, etwas zu laut hier geschrien und mir eine Erkältung eingehandelt.
Obwohl Grippe/Erkältung für Männer immer eine besondere Herausforderung sind 😉 , war es nicht wirklich schlimm und nach einer knappen Woche hat sich das auch wieder erledigt.
So nun stand ja nichts mehr im Weg, um wieder richtig ins Lauftraining einzusteigen.
Nur inzwischen hatte mich, wie oben bereits erwähnt, eine tiefe Unlust befallen
(vlt. auch ein Virus 😉 ) und die Couch hat, gepaart mit dem TV und DVD-Player, eine magische Anziehungskraft entwickelt.
Ich bin bloß froh, dass ich mich nicht auf Sky, Netflix u. ä.  eingelassen habe!!!
Selbstverständlich habe ich alle Klischees eines Couchpotatos, wie Süßigkeiten, Chips und Cola vor dem TV bedient 😦 .
Nach langem hin und her, hatte ich mich schwerlich dazu durchgerungen, trotz der nicht einfachen Radstrecke, am IM 70.3 in Kraichgau teilzunehmen zu wollen.
Aber da ich aufgrund der Verletzung zu zögerlich war, war die MD natürlich inzwischen ausgebucht.
Damit war dann auch die Wettkampfplanung für das erste Halbjahr komplett gestrichen und es fehlte jeglicher Anreiz mich in Bewegung zu setzen.

Die Einzige, die von der ganzen Misere profitierte war die Waage, die ständig neue Rekordhöhen anzeigt.
Aber so konnte es nicht weitergehen.
Deshalb habe ich den März als neuen Beginn für den Einstieg ins Trainingsjahr 2018 neu definiert.
Das erste Märzwochenende war noch mit dem lang geplanten Besuch in der alten Heimat belegt, aber ab dem 09.30.2018 wurde das regelmäßige Training wieder aufgenommen.
Wobei ich natürlich das Mobilitätstraining für die Schulter schon konsequent durchgezogen habe und dies auch weiterhin täglich beibehalte. Es zwickt schon noch und auf dem Auflieger auf der Rolle ist noch nicht wirklich angenehm.

Aber es ist schon gruselig wie schnell Kondition, Ausdauer  und Muskelkraft verloren gehen. Eigentlich sagt man ja Muskeln haben ein Gedächtnis und erinnern sich an vergangene (Helden-) Taten 😉 , aber ich glaube meine Muskeln haben akut Alzheimer.
Die erinnern sich an überhaupt nichts 😦 .

Um die Motivation weiter hochzuhalten, gilt es jetzt mit viel Vorfreude die Wettkämpfe für das zweite Halbjahr zu planen.
Ich werde berichten 🙂